Bawag PSK Aktie: PTSB weist Scotchstone zurück
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 06:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der irische Bankkonzern Permanent TSB hat erneute Spekulationen um seine Zukunft zurückgewiesen. Am gestrigen Freitag erteilte das Institut einer möglichen Gegenofferte der Investmentgesellschaft Scotchstone Capital eine Absage.
Die Gesellschaft hatte zuvor öffentlich mitgeteilt, ein Angebot für das Dubliner Geldhaus zu prüfen. Die Unternehmensführung stellte daraufhin klar, weiterhin fest an der vereinbarten Übernahme durch die BAWAG festzuhalten.
Die Führung von Permanent TSB betonte, dass es im Vorfeld keinerlei Austausch mit Scotchstone gegeben habe. Es liege kein tragfähiger Vorschlag vor, weshalb die Mitteilung als hochspekulativ einzustufen sei. Für die BAWAG bedeutet dieses klare Bekenntnis eine willkommene Absicherung, während das Vorhaben auf die Zielgerade einbiegt.
Übernahmeplan bleibt auf Schiene
Bei dem Zukauf handelt es sich um einen zentralen Schritt der europäischen Wachstumsstrategie der Wiener. Die BAWAG bietet 2,97 Euro je Aktie für Permanent TSB, was einem Unternehmenswert von 1,62 Milliarden Euro entspricht. Die Aktionäre des irischen Instituts hatten der Transaktion bereits im Juli mit deutlicher Mehrheit zugestimmt.
Die entschlossene Zurückweisung des neuen Interessenten unterstreicht das Vertrauen in die bestehende Vereinbarung. Das Management in Dublin setzt auf Verlässlichkeit statt auf unverbindliche Avancen Dritter. Marktbeobachter werten die prompte Reaktion als klares Signal gegen störende Zwischenrufe in der Endphase.
Zuvor hatte bereits Axis Capital ein Barangebot von 3,20 Euro je Aktie erwogen, ohne damit durchzudringen. Ein wesentlicher Anker der Transaktion bleibt zudem der irische Staat. Dieser hält derzeit noch 57 Prozent an dem Institut, nachdem der Anteil in früheren Jahren bei 99 Prozent gelegen hatte.
Letzte formelle Hürden im Fokus
Beide Institute treiben die Vorbereitungen für den Vollzug gemeinsam voran. Vor rund einem Monat hatte die BAWAG bereits die Finanzierungsstruktur für die Akquisition angepasst. Auch die gerichtliche Genehmigung der Transaktion stand vor rund einem Monat im Mittelpunkt der Vorbereitungen.
Die verbleibenden Auflagen des Übernahmeplans werden nun schrittweise abgearbeitet. Als entscheidender Meilenstein steht die gerichtliche Genehmigungsanhörung für den 27. Oktober an. Im Handel an der Wiener Börse gab die BAWAG-Aktie am Freitag leicht um 0,6 Prozent auf 167,20 Euro nach.
Mit der Festlegung der irischen Bankführung behält die BAWAG freie Bahn für ihren Expansionskurs. Sofern die gerichtliche Anhörung Ende des Monats ohne Verzögerungen verläuft, steht dem rechtlichen Abschluss der grenzüberschreitenden Großakquisition nichts mehr im Weg.
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