BASF, Aktie

BASF Aktie: Prognose für EBITDA angehoben

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine angehobene EBITDA-Prognose und Mittel aus einer Transaktion schaffen finanziellen Spielraum für BASFs strategische Vorhaben.

Luftaufnahme eines Chemiewerks bei Nacht mit leuchtendem Rohrnetz, Destillationskolonnen und Fackeln
Cinematische Drohnenaufnahme eines weitläufigen Petrochemie-Komplexes bei Nacht aus ca. 300 Metern Höhe. Hunderte beleuchteter Rohrleitungen, Destillationskolonnen und Reaktortürme bilden ein leuchtendes Gitternetz. Bernsteinfarbene, weiß-blaue Industrielichter spiegeln sich auf dem Boden und in Dampfwolken. Anamorphe Linsenoptik, kinematisches Teal-Shadow-Grading Illustration mit AI erstellt.

Der Chemiekonzern BASF treibt seine Neuausrichtung mit klarem Fokus voran. Mit einem Kurs von 51,88 Euro verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn ein Plus von 17 Prozent. Für Anleger stellt sich die Frage, wie der Dax-Konzern seine Wachstumsinitiativen mit der notwendigen Kapitaldisziplin verbindet. Die Antwort liefert eine Kombination aus selektiven Standortprojekten und dem zügigen Umbau des Portfolios.

Die Ludwigshafener konzentrieren sich zunehmend auf ertragsstarke Kernaktivitäten. Gleichzeitig überprüft das Management bestehende Strukturen, um Ressourcen gezielter für renditestarke Regionen einzusetzen.

Standortprüfungen in Asien

Laut der Nachrichtenagentur dpa-AFX prüft der Konzern den Bau einer neuen MDI-Anlage in Dahej im indischen Bundesstaat Gujarat. Für das Vorhaben im Rahmen einer fortgeschrittenen Machbarkeitsstudie sicherte sich BASF am Montag ein Industriegrundstück. Das Projekt zielt darauf ab, die Marktposition im asiatischen Raum langfristig zu stärken.

Parallel dazu trennt sich das Unternehmen von Geschäftsbereichen abseits des Kerngeschäfts. Mit solchen Schritten bereinigt BASF das Portfolio kontinuierlich weiter.

Angehobene Prognose und Cashflow

Das Management rechnet mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,9 Milliarden Euro und 7,7 Milliarden Euro. Die Anhebung unterstreicht die operative Erholung im laufenden Geschäftsjahr.

Grundlage für die optimistischere Einschätzung bildete die Entwicklung im Frühsommer. Die Nachfrage stabilisierte sich in wesentlichen Segmenten und verlieh dem operativen Ergebnis Auftrieb. Beobachter werten dies als Beleg für die greifenden Effizienzmaßnahmen.

Die Transaktion basierte auf einem Unternehmenswert von 7,7 Milliarden Euro. Der Konzern erzielte einen Zahlungsmittelzufluss vor Steuern von rund 5,8 Milliarden Euro und hält weiterhin eine 40-prozentige Beteiligung an Surventis.

Die Zuflüsse aus der Transaktion stärken die finanzielle Flexibilität des Konzerns erheblich. Das Management gewinnt dadurch Spielraum für strategische Zukunftsinvestitionen ohne übermäßige Belastung der Bilanz.

Personelle Kontinuität im Führungsgremium

Parallel zu den geschäftlichen Weichenstellungen sicherte das Unternehmen die Führungsmannschaft ab.

Am Kapitalmarkt wird dieser Kurs wohlwollend begleitet. Aktuell notiert die Aktie 5,8 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Für Anleger bleibt die planmäßige Umsetzung der Vorhaben in der zweiten Jahreshälfte maßgeblich.

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