BASF, Aktie

BASF Aktie: MDI-Komplex in Dahej geplant

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 17:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BASF untersucht einen neuen MDI-Standort in Indien. Der Investitionsentscheid hängt von Studienergebnissen und Genehmigungen ab; Summen bleiben offen.

Luftaufnahme eines Chemiewerks bei Nacht mit leuchtendem Rohrnetz, Destillationskolonnen und Fackeln
Cinematische Drohnenaufnahme eines weitläufigen Petrochemie-Komplexes bei Nacht aus ca. 300 Metern Höhe. Hunderte beleuchteter Rohrleitungen, Destillationskolonnen und Reaktortürme bilden ein leuchtendes Gitternetz. Bernsteinfarbene, weiß-blaue Industrielichter spiegeln sich auf dem Boden und in Dampfwolken. Anamorphe Linsenoptik, kinematisches Teal-Shadow-Grading Illustration mit AI erstellt.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern treibt seine Expansion im asiatischen Raum voran. Heute gab das Unternehmen bekannt, den Bau eines neuen Produktionskomplexes für Methylendiphenyldiisocyanat (MDI) im indischen Dahej im Bundesstaat Gujarat zu prüfen.

Eine entsprechende Machbarkeitsstudie befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Für das Vorhaben sicherte sich der Konzern über die Tochtergesellschaft BASF India Polyurethanes Private Limited ein Industriegrundstück.

Die BASF-Aktie legte im Tagesverlauf um 0,9 Prozent auf 52,08 Euro zu.

Wachstumsmarkt für Polyurethan-Grundstoffe

MDI dient als zentraler Rohstoff für Polyurethane. Der Werkstoff kommt in der Gebäudedämmung, der Kältetechnik sowie in der Automobil- und Möbelindustrie zum Einsatz. Nach Angaben von Technologievorstand Stephan Kothrade gehört Indien zu den attraktivsten Wachstumsmärkten weltweit. Die geplante Produktion vor Ort soll Kunden im Land sowie in angrenzenden Märkten direkt versorgen.

Eine endgültige Investitionsentscheidung steht noch aus. Der Konzern knüpft diesen Beschluss an die finalen Ergebnisse der Studie sowie das Vorliegen sämtlicher Genehmigungen. Zu einer möglichen Investitionssumme oder konkreten Kapazitäten nannte das Management bislang keine Zahlen.

Ergänzung des globalen Standortnetzes

Das Vorhaben in Dahej würde die internationale Aufstellung von BASF im Bereich der Monomere abrunden. Am indischen Standort betreibt die Konzerntochter bereits eine MDI-Splitteranlage.

Parallel dazu befindet sich die Erweiterung des US-Werks in Geismar mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde US-Dollar kurz vor dem Abschluss. Zudem verfügt das Unternehmen über MDI-Anlagen im belgischen Antwerpen, im südkoreanischen Yeosu sowie an den chinesischen Standorten Chongqing und Caojing.

Indien gewinnt für den Chemiekonzern zunehmend an Gewicht. Ende 2025 beschäftigte BASF auf dem Subkontinent 2.435 Mitarbeiter an acht Produktionsstandorten und erwirtschaftete dort einen Jahresumsatz von rund 2,3 Milliarden Euro. Anleger honorieren die strategische Ausrichtung in den Schwellenländern: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 17 Prozent.

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