BASF, Aktie

BASF Aktie: Hebt Gewinnprognose wegen Nachfrage an

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 04:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lageraufbau und Lieferstörungen stützen BASFs Geschäft, während niedrige Auftragsbestände die Branchenbelebung fragil erscheinen lassen.

Schwarz-Weiß-Reportageporträt einer Laborantin, die ein Reagenzglas gegen das Licht hält
Hochkontrast-Schwarzweiß-Reportagefoto einer Laborantin mit Sicherheitsbrille und Laborkittel, die ein Reagenzglas mit klarer Flüssigkeit gegen diffuses Fensterlicht hält. Entscheidungsmoment-Komposition im Leica-M-Stil, starke Schatten, ausgeprägte Filmkörnung. Hintergrund zeigt verschwommen Laborgeräte aus Glas Illustration mit AI erstellt.

Die Stimmung in der deutschen Chemieindustrie hellt sich nach monatelanger Schwächephase wieder auf. Für den Ludwigshafener Chemiekonzern BASF fällt dieser Stimmungswechsel in eine entscheidende Phase operativer Anpassungen und strategischer Weichenstellungen.

Aufstockung der Lagerbestände belebt Nachfrage

Der Branchenindikator des Münchner Ifo-Instituts verbesserte sich im September auf plus 5,5 Punkte, nachdem er im Vormonat noch bei minus 2,6 Zählern gelegen hatte. Noch deutlicher fiel der Sprung bei den Geschäftserwartungen aus, die von minus 15,0 auf plus 2,3 Punkte anzogen. Laut Ifo-Expertin Anna Wolf füllen Kunden im In- und Ausland derzeit ihre Lagerbestände auf und akzeptieren dabei höhere Verkaufspreise.

Zusätzlichen Auftrieb erhält das Geschäft durch geopolitische Verwerfungen. Lieferunterbrechungen im Nahen Osten infolge des Iran-Kriegs sowie Störungen in asiatischen Lieferketten führten zu einer Verlagerung von Aufträgen zu europäischen Anbietern. Davon profitierten vor allem Hersteller von Basischemikalien. Vor diesem Hintergrund hob BASF seine Gewinnprognose an.

Trotz des jüngsten Optimismus mahnen Branchenexperten zur Vorsicht. Der Verband der Chemischen Industrie sieht in der Bewegung noch keine nachhaltige Trendwende. Das Ifo-Institut stuft die Erholung ebenfalls als fragil ein, da die Auftragsbestände historisch niedrig bleiben und strukturelle Standortnachteile fortbestehen.

Konsolidierungsdruck und Bewertungsdisziplin

Die konjunkturelle Gemengelage verstärkt zugleich den strategischen Druck innerhalb des Sektors. BASF betonte, bei den Verhandlungen strikt auf Preisdisziplin zu achten.

Am Aktienmarkt spiegeln die Notierungen die vorsichtige Zuversicht wider. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die BASF-Aktie bei 50,16 Euro. Damit verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Kursplus von 13 Prozent und bewegt sich wieder knapp über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 49,66 Euro.

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