BASF, Aktie

BASF Aktie: Evonik-Gebot beschäftigt

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 15:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Jahresziele folgen auf ein starkes Quartal; zugleich hält BASF an Evonik fest, wobei Preis und Zustimmung entscheidend bleiben.
BASF, Aktie, Evonik-Gebot, Höhere, Jahresziele, Quartal;, Evonik, Preis, Zustimmung Illustration mit AI erstellt.

Die Prognose steigt, der Kurs gibt nach. BASF hat nach einem starken dritten Quartal die Ziele für 2026 erneut angehoben, die Aktie zählte am Mittwochvormittag dennoch zu den schwächeren Dax-Werten. Parallel dazu hält der Konzern an seinen Übernahmeplänen für Evonik fest.

Iran-Krieg verschiebt Nachfrage

Der Konzern erwartet für 2026 nun ein bereinigtes Ebitda von 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro. Zuvor stand eine Spanne von 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro im Raum. Analysten hatten im Schnitt mit 7,6 Milliarden Euro gerechnet.

Den Rückenwind liefert ein ungewöhnlicher Faktor. Der Iran-Krieg und die gestörten Lieferungen aus der Golfregion treffen asiatische Wettbewerber hart. Kunden weichen auf europäische Anbieter aus, BASF konnte teilweise die Preise anheben.

Im dritten Quartal stieg das operative Ergebnis auf 1,64 Milliarden Euro, nach 1,43 Milliarden Euro im Vorjahr. Das übertraf die Erwartungen deutlich. Der Umsatz wuchs um 14,2 Prozent auf 16,36 Milliarden Euro, getragen von höheren Preisen und Mengen. In Greater China legte der Umsatz um rund ein Drittel zu.

Nicht überall lief es rund. Surface Technologies mit Batteriematerialien und Abgaskatalysatoren verdiente weniger, die Agrarsparte verzeichnete einen Umsatzeinbruch von 20 Prozent. Deren Börsengang plant der Konzern bis Mitte 2027. Der Gewinn nach Anteilen Dritter sank wegen Restrukturierungskosten um knapp 10 Prozent auf 155 Millionen Euro.

Warum die Aktie bröckelt

Die Anleger reagierten zurückhaltend. Die Aktie drehte nach leichten Gewinnen ins Minus und verlor zeitweise rund 1,8 Prozent. Der Grund liegt im Detail der Prognose: Nach Einschätzung von Jefferies und JPMorgan deutet die neue Spanne auf ein viertes Quartal hin, das unter den bisherigen Markterwartungen liegt.

Beim freien Cashflow bleibt das Ziel unverändert bei 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro. Analysten kalkulieren bereits mit dem oberen Ende. Eine Überraschung bleibt damit aus.

Evonik bleibt auf der Agenda

Konzernchef Markus Kamieth bekräftigte das Interesse an Evonik. Ein Zukauf mache Sinn, die Konsolidierung in Europas Chemiebranche sei im Gang. Er schränkte jedoch ein: Eine Übernahme müsse wertsteigernd sein und dürfe nicht überteuert ausfallen.

Marktteilnehmern zufolge bietet BASF etwa 24 Euro je Evonik-Aktie, in Summe gut 11 Milliarden Euro. Zunächst waren 22,15 Euro im Gespräch. Ende September war bekannt geworden, dass ein Angebot vorliegt. Eine Schlüsselrolle spielt die RAG-Stiftung, die rund 43 Prozent der Evonik-Anteile hält. Ohne ihre Zustimmung dürfte der Deal kaum gelingen.

Für die Aktie bleibt damit der Preis entscheidend, den BASF für Evonik zu zahlen bereit ist. Analysten-Kursziele von 40 bis 61 Euro zeigen, wie weit die Einschätzungen auseinanderliegen.

Anzeige

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 28. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | DE000BASF111 | BASF | boerse | 70425775 |