BASF: 695.000 Aktien in zweiter Rückkauf-Woche
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 22:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BASF baut sein laufendes Aktienrückkaufprogramm systematisch weiter aus. In der zweiten Berichtswoche seit Start erwarb der Konzern weitere 695.000 eigene Aktien, nachdem bereits in der ersten Woche vom 3. bis 7. August 545.000 Papiere zurückgekauft worden waren. Das aktuelle Programm mit einem Volumen von bis zu 1,0 Milliarden Euro läuft seit August und soll bis Ende April 2027 abgeschlossen sein.
Es handelt sich um einen Baustein einer deutlich größer angelegten Kapitalmaßnahme: BASF hatte bereits im September 2024 ein Gesamtrückkaufvolumen von 4 Milliarden Euro bis Ende 2028 angekündigt. Das jetzige 1,0-Milliarden-Programm ist damit kein neuer Beschluss, sondern die konkrete Umsetzung eines bereits länger feststehenden Plans.
Die Ausführung erfolgt über die Handelsplätze Xetra und TQEX, wobei die volumengewichteten Durchschnittspreise in der ersten Berichtswoche zwischen 51,13 und 51,19 Euro je Aktie lagen.
Kontinuierliche Ausführung als Signal an den Markt
Dass BASF Woche für Woche verlässlich Aktien zurückkauft, unterstreicht die Verbindlichkeit des Programms. Für Anleger ist das mehr als eine formale Pflichtmitteilung: Rückkäufe reduzieren die Zahl der ausstehenden Aktien und stützen tendenziell die Gewinn je Aktie, unabhängig von der operativen Entwicklung.
Mit Blick auf die aktuelle Marktkapitalisierung von 44,04 Milliarden Euro entspricht das laufende 1,0-Milliarden-Programm einem spürbaren Anteil des Streubesitzes.
Der Aktienkurs selbst zeigt sich zuletzt uneinheitlich. Am heutigen Montag notiert die BASF-Aktie bei 50,70 Euro und damit rund 0,6 Prozent im Minus, nach einem Schlusskurs von 51,01 Euro am Freitag.
Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 1,7 Prozent zu Buche, während sich der Titel auf Monatssicht mit einem Plus von 4,3 Prozent deutlich stabiler zeigt. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie mit 14 Prozent im Plus – ein Umstand, der die Rückkäufe zu vergleichsweise hohen Kursen im Vergleich zum 52-Wochen-Tief von 41,55 Euro einordnet.
Operatives Geschäft läuft parallel weiter
Neben der Kapitalmarktseite bleibt auch das operative Tagesgeschäft in Bewegung. Die US-Tochter von BASF erhöhte den Preis für Neopentylglycol in den USA und Kanada ab dem 1. September um 0,10 Dollar je Pfund beziehungsweise 221 Dollar je Tonne für alle Qualitäten und Verpackungsformen. Solche Preisanpassungen im Spezialchemikaliengeschäft zeigen, dass BASF trotz der Kapitalrückführung an Aktionäre auch an der Preisfront aktiv bleibt.
Zudem meldete das Unternehmen am 10. August sichtbare Fackeltätigkeit am Werksteil Nord in Ludwigshafen, nachdem der Steamcracker nach Reparaturarbeiten wieder angefahren wurde.
BASF wies darauf hin, dass bis Anfang der Folgewoche mit sichtbarem Feuerschein, Rußbildung und Lärmbelästigung zu rechnen sei – ein technischer Vorgang ohne unmittelbare Relevanz für die Aktie, der aber die betriebliche Normalität am größten Verbundstandort unterstreicht.
Auch abseits des Kerngeschäfts investiert BASF in Zukunftsfelder: Das Segment Agricultural Solutions baut ein neues Climate Center am Hauptsitz auf, um die Forschungskapazitäten zu stärken.
Im Bereich Personal Care stellte BASF mit Floragenist eine neue Generation floraler Wirkstoffe auf Basis epigenetischer Wissenschaft vor. Beide Initiativen zeigen, dass der Konzern parallel zur Kapitalrückführung an Aktionäre auch in Forschung und neue Produktlinien investiert.
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