Basellandschaftliche, Kantonalbank

Basellandschaftliche Kantonalbank Aktie: Gewinn steigt auf 96,5 Millionen CHF

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 04:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die BLKB steigert im ersten Halbjahr 2026 Ertrag und Gewinn deutlich. Das Kerngeschäft erholt sich, während Investitionen in den Hauptsitz und ein CFO-Wechsel anstehen.

BLKB Halbjahreszahlen 2026: Gewinnwachstum und strategische Weichenstellungen
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Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat für das erste Halbjahr 2026 ein solides Wachstum bei Ertrag und Gewinn ausgewiesen. Der Geschäftsertrag der Bank stieg in den ersten sechs Monaten um 4,2 Prozent auf 248,9 Millionen CHF. Besonders der Halbjahresgewinn profitierte von dieser stabilen operativen Entwicklung und legte um mehr als fünf Prozent auf 96,5 Millionen CHF zu.

Dieser Zuwachs verdeutlicht die Erholung des Instituts, nachdem das Ergebnis im Vorjahreszeitraum massiv durch externe Faktoren belastet worden war. Damals hatten Wertberichtigungen in Höhe von 105,5 Millionen CHF auf die Beteiligung Radicant den Geschäftserfolg geschmälert.

Aus dem Bericht der Bank vom 12. August geht hervor, dass Radicant mittlerweile vorwiegend ein Abwicklungsthema darstellt und das operative Kerngeschäft nicht mehr im gleichen Maße beeinträchtigt.

Zinsgeschäft und Vermögensverwaltung als Wachstumstreiber

Ein wesentlicher Pfeiler des Erfolgs war der Nettozinsertrag, der in der Berichtsperiode auf 179,55 Millionen CHF kletterte. Damit übertraf das Institut das Vorjahresniveau deutlich. Parallel dazu konnte die Bank auch im Kommissionsgeschäft zulegen. Der Kommissionserfolg stieg um 5,2 Prozent auf nunmehr 49,5 Millionen CHF.

Auch im Anlagegeschäft verzeichnete die Bank nennenswerte Zuflüsse. Die verwalteten Vermögen stiegen zum Stichtag Ende Juni um 1,4 Milliarden CHF auf insgesamt 30,8 Milliarden CHF. Das Institut festigt damit seine Position in der Vermögensverwaltung, während es gleichzeitig die Kapitalbasis stärkt. Die Gesamtkapitalquote auf Konzernstufe wurde zum Halbjahr auf 21,7 Prozent gesteigert.

Investitionen in den Hauptsitz und personeller Wechsel

Neben der operativen Bilanz treibt die BLKB langfristige Infrastrukturprojekte voran. Der Hauptsitz in Liestal soll nach rund 50 Jahren umfassend saniert werden. Das Investitionsvolumen für dieses Projekt beläuft sich auf 92 Millionen CHF.

Im Fokus der Arbeiten stehen die Modernisierung der Gebäudetechnik sowie die energetische Sanierung der Hülle. Das Baugesuchsverfahren soll bis Ende 2026 eingeleitet werden, wobei ein gestaffelter Rückzug in das erneuerte Gebäude ab dem Beginn des nächsten Jahrzehnts vorgesehen ist.

Auf der Führungsebene vollzog die Bank zum Halbjahr einen Wechsel. CFO Luca Pertoldi ist Ende Juni aus seiner Funktion ausgeschieden. Seit dem 1. Juli führt Pascal Berli das Finanzressort interimistisch. Das Institut hat bereits den Prozess zur Suche einer dauerhaften Nachfolge gestartet, um die strategische Kontinuität in der Finanzleitung sicherzustellen.

Ausblick auf das zweite Halbjahr und Marktreaktion

Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2026 gibt sich die Bankführung zuversichtlich. Medienberichten zufolge wird ein Geschäftsgang erwartet, der auf bereinigter Basis ohne Einmaleffekte mit dem Vorjahr vergleichbar ist. Zudem plant das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte eine Kapitalerhöhung beim im Vorjahr lancierten BLKB Sustainable Property Fund, um weitere Investitionsspielräume zu schaffen.

An der Börse zeigte sich das Papier der Basellandschaftlichen Kantonalbank zuletzt stabil mit einer positiven Tendenz im längerfristigen Vergleich. Am gestrigen Donnerstag schloss die Aktie bei 1.070,00 CHF, was einem moderaten Tagesrückgang von 0,5 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn konnte der Wert jedoch um 13 Prozent zulegen und unterstreicht damit das Vertrauen der Anleger in die Stabilität des Kantonalinstituts.

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