Barrick Mining Aktie: Newmont einigt sich auf 1,95 Milliarden
Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 21:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Barrick Mining hat mit Newmont eine Einigung erzielt, die sämtliche Streitigkeiten rund um das gemeinsame Nevada Gold Mines-Projekt beendet. Newmont zahlt Barrick dafür 1,95 Milliarden US-Dollar in bar, fällig innerhalb von dreißig Tagen. Zudem stimmt Newmont dem geplanten US-Börsengang der nordamerikanischen Goldsparte von Barrick zu – ein Zugeständnis, das dem Unternehmen einen zentralen Baustein seiner Konzernumstrukturierung sichert.
Kern der Einigung ist die Einbringung bislang ausgeklammerter Projekte in das gemeinsame Nevada-Gold-Mines-Joint-Venture: Barrick steuert das Fourmile-Projekt bei, Newmont die Entwicklungen Fiberline und Mike.
Die Zahlung von 1,95 Milliarden Dollar gilt als Ausgleich für diese Einbringung. Damit räumt Barrick eine der letzten offenen Baustellen aus dem Weg, bevor der für Ende 2026 angepeilte Börsengang der nordamerikanischen Goldaktivitäten – darunter Nevada Gold Mines, Pueblo Viejo, Fourmile und weitere Explorationsflächen in Nordamerika – umgesetzt werden soll. Mark Hill soll als Vorstandschef der neuen, abgespaltenen Gesellschaft fungieren.
Starkes Quartal untermauert die Neuordnung
Die Einigung mit Newmont fällt zusammen mit robusten Quartalszahlen. Barrick förderte im zweiten Quartal 796.000 Unzen Gold, mehr als die Prognose von 730.000 bis 770.000 Unzen vorsah, hinzu kamen 56.000 Tonnen Kupfer.
Der Umsatz erreichte 5,29 Milliarden Dollar, der operative Cashflow lag bei 1,70 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 0,73 Dollar, ein Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das bereinigte Ergebnis je Aktie legte um 74 Prozent auf 0,82 Dollar zu.
Allerdings zogen auch die Kosten spürbar an: Die Herstellungskosten für Gold kletterten um 20 Prozent auf 1.993 Dollar je Unze, die All-in-Sustaining-Costs stiegen um 11 Prozent auf 1.866 Dollar. Die Jahresprognose für Produktion und Kosten bleibt dennoch unverändert, während Barrick die geplanten Investitionsausgaben auf eine Spanne von 3,8 bis 4,2 Milliarden Dollar senkte.
Beim Kapitalrückfluss an Aktionäre legte Barrick ebenfalls zu: Insgesamt flossen im zweiten Quartal 1,50 Milliarden Dollar an Anleger zurück, ein Plus von 242 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Davon entfielen 1,209 Milliarden Dollar auf Aktienrückkäufe im Rahmen des laufenden Drei-Milliarden-Dollar-Programms.
Zusätzlich beschloss der Vorstand eine Quartalsdividende von 0,175 Dollar je Aktie, zahlbar am 15. September an Aktionäre, die am 31. August im Register stehen.
Analysten reagieren uneinheitlich
Die jüngsten Einschätzungen fielen gemischt aus. National Bank Financial-Analyst Shane Nagle bestätigte seine Einstufung „Outperform" und erhöhte das Kursziel von 67,50 auf 70,00 Dollar.
Demgegenüber senkte TD Cowen-Analyst Steven Green sein Kursziel von 61 auf 59 Dollar, behielt aber die Kaufempfehlung bei – Grund war eine Modellanpassung wegen der Fourmile-Einbringung in das Nevada-Joint-Venture, die eine Nettovermögensverwässerung von 4 Prozent zur Folge habe.
Am Markt zeigte sich die Aktie zuletzt uneinheitlich. Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier bei 57,80 kanadischen Dollar, ein Tagesplus von 1,3 Prozent.
Über die vergangenen sieben Handelstage verlor die Aktie 5,2 Prozent, auf Monatssicht steht dagegen ein Zuwachs von 15 Prozent zu Buche. Vom 52-Wochen-Hoch bei 74,00 kanadischen Dollar, erreicht Ende Januar, bleibt der Titel noch 22 Prozent entfernt.
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