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Barrick Mining Aktie: Newmont ebnet Börsengang den Weg

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 07:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Barrick Mining verliert nach dem Goldpreisrückgang 3,1 Prozent, bleibt dank Quartalsplus und Newmont-Einigung operativ gut aufgestellt.

Barrick Mining: Goldpreis-Rückgang belastet Aktie trotz starkem Quartal
Abstrakte Darstellung von Golderz und Bergbau-Strukturen in einer atmosphärischen, professionellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der jüngste Rückschlag beim Goldpreis hat auch Barrick Mining am Freitag erfasst. Die Aktie verlor 3,1 Prozent, nachdem der Goldpreis um mehr als 3 Prozent eingebrochen war. Auslöser war eine Rede des Fed-Vorsitzenden, der das Inflationsziel verteidigte und die jüngste Intervention am Anleihemarkt kritisierte – jene Entwicklung, die dem Gold seinen besten Monat seit Januar beschert hatte.

Der Rücksetzer beendet damit vorerst eine kräftige Erholung: Auf Monatssicht steht für Barrick trotz des Dämpfers noch ein Plus von 24 Prozent, auf Jahressicht sogar von 79 Prozent.

Der Kurs notiert mit 63,54 kanadischen Dollar rund 14 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 74,00 kanadischen Dollar, das erst Ende Januar erreicht wurde.

Zum 50-Tage-Durchschnitt von 55,56 kanadischen Dollar besteht dagegen weiterhin ein Abstand von 14 Prozent nach oben – ein Hinweis darauf, dass der mittelfristige Aufwärtstrend trotz des Tagesverlusts intakt bleibt.

Starkes Quartal als Fundament

Der fundamentale Rückhalt für die Aktie stammt aus den Zahlen zum zweiten Quartal, die Barrick am 10. August vorgelegt hatte. Die Goldproduktion lag mit 796.000 Unzen über der eigenen Prognosespanne von 730.000 bis 770.000 Unzen.

Der Nettogewinn kletterte im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 1,22 Milliarden US-Dollar, der Umsatz erreichte 5,29 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 74 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Barrick mit einer Goldproduktion zwischen 2,90 und 3,25 Millionen Unzen bei Gesamtkosten von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze.

Die geplanten Investitionsausgaben senkte der Konzern auf 3,8 bis 4,2 Milliarden US-Dollar, vor allem wegen geringerer erwarteter Ausgaben bei den Projekten Lumwana und Reko Diq.

Einigung mit Newmont bringt Bargeld und ebnet IPO-Weg

Parallel zu den Quartalszahlen verkündete Barrick eine Einigung mit Newmont, die sämtliche Streitpunkte rund um das gemeinsame Nevada-Gold-Mines-Joint-Venture beilegt.

Beide Unternehmen bringen vorzeitig ausgeschlossene Vermögenswerte ein – Barrick das Projekt Fourmile, Newmont die Liegenschaften Mike und Fiberline. Damit entsteht ein Gold-Komplex mit fast 100 Millionen Unzen in Nevada. Newmont zahlt Barrick dafür eine Ausgleichszahlung von 1,95 Milliarden US-Dollar in bar innerhalb von 30 Tagen.

Wichtiger für Anleger könnte eine Nebenfolge sein: Mit der Einigung hat Newmont seine Zustimmung zum geplanten Börsengang der nordamerikanischen Goldsparte von Barrick erteilt. Der Konzern bekräftigte, den Zeitplan für einen Abschluss der Notierung bis Ende 2026 einhalten zu wollen, vorbehaltlich der Marktbedingungen und behördlicher Genehmigungen. Geplant ist eine Primärnotierung in New York mit einer Zweitnotierung in Toronto.

Kapitalrückführung und Personalie

Barrick zahlt für das zweite Quartal eine Dividende von 0,175 US-Dollar je Aktie, auszuschütten am 15. September an Aktionäre, die am 31. August im Register stehen. Zusätzlich kaufte der Konzern im Quartal Aktien im Wert von 1,209 Milliarden US-Dollar im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms über 3,0 Milliarden US-Dollar zurück.

Auf der Führungsebene bestellte Barrick Sebastiaan Bock mit sofortiger Wirkung zum Chief Executive Officer für das Geschäft außerhalb Nordamerikas. Bock verantwortet künftig die Gold- und Kupferaktivitäten sowie Projekte des Konzerns jenseits Nordamerikas.

Die aktuelle Volatilität von 48 Prozent auf 30-Tage-Basis zeigt, dass die Aktie trotz starker operativer Entwicklung stark an der Tagesbewegung des Goldpreises hängt. Der jüngste Rücksetzer dürfte daher weniger mit Barrick selbst als mit der geldpolitischen Debatte um den Goldpreis zusammenhängen.

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