Barrick Mining Aktie: Mark Hill wird CEO der Abspaltung
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 19:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Goldproduzent Barrick Mining treibt die Abspaltung seiner nordamerikanischen Vermögenswerte voran und bereitet einen Börsengang bis zum Jahresende vor. Wie das Unternehmen am Montag in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen bestätigte, wurde Mark Hill als künftiger CEO für die neue Gesellschaft ausgewählt.
Die organisatorischen Vorbereitungen, einschließlich der notwendigen Betriebs- und Trennungsvereinbarungen, sind bereits abgeschlossen. Ein Großteil der Erlöse aus dem geplanten Börsengang soll nach jetzigen Entwürfen direkt an die Aktionäre zurückfließen.
Strategische Allianz in Nevada ebnet den Weg
Ein wesentlicher Meilenstein für die geplante Trennung war die Einigung mit dem Konkurrenten Newmont, über die bereits vor gut einer Woche berichtet wurde. Im Rahmen dieser Vereinbarung bringen beide Konzerne bisher exklusive Liegenschaften in das Joint Venture Nevada Gold Mines (NGM) ein. Barrick steuert das Projekt Fourmile bei, während Newmont die Entwicklungen Mike und Fiberline überträgt. Durch diesen Zusammenschluss entsteht ein Goldkomplex mit einem geschätzten Volumen von fast 100 Millionen Unzen.
Newmont leistet im Zuge dieser Neuordnung eine Ausgleichszahlung in Höhe von 1,95 Milliarden US-Dollar an Barrick. Diese Transaktion sicherte zudem die Zustimmung von Newmont für den geplanten Teilbörsengang der nordamerikanischen Gold-Assets. Parallel dazu wurden bereits vor gut drei Wochen die Anteile an den Nevada Gold Mines neu geordnet, was die strategische Positionierung in der Region weiter festigte.
Starke Quartalszahlen trotz Kostensteigerungen
Die operative Basis für diese Schritte bilden die Ergebnisse des zweiten Quartals. Mit einer Goldproduktion von 796.000 Unzen übertraf Barrick die eigene Prognose von 730.000 bis 770.000 Unzen deutlich. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent auf 1,22 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz ein Niveau von 5,29 Milliarden US-Dollar erreichte. Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte um 74 Prozent auf 0,82 US-Dollar.
Trotz der Produktionserfolge verzeichnete das Unternehmen steigende Ausgaben. Die Umsatzkosten pro Unze Gold stiegen um 20 Prozent auf 1.993 US-Dollar, während die nachhaltigen Gesamtkosten (AISC) um 11 Prozent auf 1.866 US-Dollar anzogen.
Als Gründe nannte das Management geringere Erzgrade in den Minen Carlin und Cortez sowie in Tansania, kombiniert mit höheren Kraftstoffkosten und Lizenzgebühren infolge des gestiegenen Goldpreises. Für das Gesamtjahr 2026 hält Barrick an seiner Prognose fest.
Marktreaktion und Analysteneinschätzungen
An der Börse spiegelt sich die Entwicklung in einer soliden Jahresperformance wider; seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von 9,6 %. Aktuell notiert die Aktie bei 65,53 CAD und liegt damit noch rund 11 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von Ende Januar. Die Aktionäre sollen kurzfristig von der Ertragslage profitieren: Für das zweite Quartal wurde eine Dividende von 0.175 US-Dollar je Aktie deklariert, die am 15. September ausgezahlt wird. Zudem kaufte Barrick im abgelaufenen Quartal eigene Anteile im Wert von 1,209 Milliarden US-Dollar zurück.
Analysten reagierten am 11. August differenziert auf die Details der Newmont-Einigung. Während National Bank Financial das Kursziel von 67,50 auf 70,00 US-Dollar anhob und die Einstufung „Outperform“ beibehielt, zeigten sich andere Häuser vorsichtiger.
BofA Securities senkte das Kursziel von 56 auf 54 US-Dollar bei einer weiterhin bestehenden Kaufempfehlung. Hintergrund der Zielpreissenkungen bei einigen Experten ist eine rechnerische Verwässerung des Nettoinventarwerts, die aus der Einbringung des Fourmile-Projekts in das Gemeinschaftsunternehmen resultiert.
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