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Barrick Mining Aktie: Goldminen im Visier von Freedom Broker

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 06:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Freedom Broker senkte Empfehlung und Kursziel; ein anderes Analysehaus hob seine Bewertung an. Quartalszahlen folgen am 9. November.
Goldmine in einer bergigen Landschaft bei Sonnenaufgang mit goldenem Licht Illustration mit AI erstellt.

Bewertungsbedenken und niedrigere kurzfristige Gewinnschätzungen haben Barrick Mining gestern belastet. Die Aktie verzeichnete eine Tagesveränderung von -5,5% und schloss bei 54,08 CAD. Hinter dem Verkaufsdruck stehen unterschiedliche Vorbehalte: Während CIBC die Bewertung nach der vergleichsweise starken Kursentwicklung kritisierte, verwies Freedom Broker auf gesenkte Ergebniserwartungen und operative Risiken.

Bewertung und Gewinnperspektiven im Fokus

Nach der besseren Entwicklung gegenüber vergleichbaren Unternehmen sei die Bewertung weniger attraktiv geworden.

Damit richtet sich diese Herabstufung vor allem auf das Verhältnis zwischen Börsenbewertung und erwarteten Chancen. Eine weniger attraktive Bewertung ist nicht dasselbe wie eine verschlechterte operative Prognose. Für Anleger ist diese Unterscheidung wichtig, weil die beiden kritischen Analystenurteile unterschiedliche Ansatzpunkte haben.

Freedom Broker senkte die Empfehlung gestern von „Buy“ auf „Hold“ und reduzierte das Kursziel von 54 $ auf 46 $. Das Analysehaus begründete den Schritt mit niedrigeren kurzfristigen Gewinnschätzungen sowie operativen Risiken.

Die Skepsis dieses Hauses beschränkte sich allerdings nicht auf Barrick. Freedom Broker stufte zugleich Agnico Eagle Mines und Newmont herab. Der Druck auf Barrick stand damit auch im Umfeld einer breiteren Neubewertung von Goldminenaktien und war nicht ausschließlich unternehmensspezifisch.

Gegenläufige Einschätzung vor den Quartalszahlen

Ein einheitlich negatives Analystenbild ergibt sich daraus nicht. Bereits am Mittwoch hatte ein anderes Analysehaus sein Barrick-Kursziel von 52 $ auf 55 $ angehoben und die Empfehlung „Overweight“ beibehalten. Die Anpassung erfolgte im Rahmen einer Vorschau auf die Quartalsberichte des Goldsektors.

Die gegenläufigen Schritte zeigen, dass die Analysten Barricks Perspektiven unterschiedlich gewichten. Während die kritischen Stimmen Bewertung und kurzfristige Ergebnisrisiken hervorheben, fiel die andere Modellanpassung zugunsten der Aktie aus. Eine pauschale Abkehr der Analysten von Barrick lässt sich daraus nicht ableiten.

Der nächste konkrete Prüfstein sind die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026. Barrick hat deren Veröffentlichung für den 9. November vor Handelsbeginn angekündigt. Für Anleger wird entscheidend sein, wie die Geschäftszahlen zu den gesenkten kurzfristigen Gewinnerwartungen passen. Der jüngste Kursrückgang spiegelt zunächst skeptischere Einschätzungen wider, nicht bereits veröffentlichte neue Quartalsergebnisse.

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