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Barrick Mining Aktie: EPS steigt um 74 Prozent

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 18:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Barrick Mining verzeichnet im zweiten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 1,22 Milliarden US-Dollar, senkt die Investitionsprognose und treibt die Kapitalrückgabe an Aktionäre voran.

Barrick Mining: Gewinnsprung und gesenkte Investitionsprognose im Q2 2026
Moderne Goldmine bei Sonnenaufgang mit industriellen Maschinen in einer weitläufigen Landschaft Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Bergbaukonzern Barrick Mining hat mit seinen Ergebnissen für das zweite Quartal 2026 die Erwartungen des Marktes deutlich geprägt. Das Unternehmen verzeichnete einen massiven Anstieg des Nettogewinns auf 1,22 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders beim bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) zeigte sich eine dynamische Entwicklung: Dieser stieg um 74 Prozent auf 0,82 US-Dollar.

Starke Quartalszahlen und reduzierte Investitionsplanung

Die finanzielle Performance wurde von einem Umsatz in Höhe von 5,29 Milliarden US-Dollar getragen. In den drei Monaten bis Ende Juni produzierte Barrick Mining insgesamt 796.000 Unzen Gold sowie 56.000 Tonnen Kupfer. Parallel zu den starken Ertragszahlen kündigte das Management eine Anpassung der Investitionsstrategie an.

Die Prognose für die Investitionsausgaben (Capex) im laufenden Jahr wurde auf eine Spanne von 3,8 bis 4,2 Milliarden US-Dollar gesenkt. Zuvor war das Unternehmen noch von Ausgaben zwischen 4,0 und 4,45 Milliarden US-Dollar ausgegangen.

Diese Reduzierung spiegelt laut Unternehmensangaben geringere geplante Ausgaben für die Projekte Reko Diq und Miner wider. Trotz der angepassten Investitionen bleibt die Kapitalrückgabe an die Aktionäre eine Priorität.

Barrick Mining hat im zweiten Quartal eigene Aktien im Wert von 1,209 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Damit schöpft der Konzern einen erheblichen Teil seines laufenden Rückkaufprogramms aus, das ein Gesamtvolumen von 3,0 Milliarden US-Dollar umfasst.

Zusätzlich wurde eine Quartalsdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie festgelegt, die am 15. September an die am 31. August registrierten Aktionäre ausgeschüttet werden soll.

Strategische Neuausrichtung in der Führungsebene

Flankierend zu den Finanzdaten vermeldete das Unternehmen am 11. August eine personelle Veränderung in der obersten Führungsebene. Sebastiaan Bock wurde mit sofortiger Wirkung zum Chief Executive Officer für den Bereich „Rest of World“ ernannt. In dieser Funktion verantwortet Bock sämtliche Gold- und Kupferaktivitäten sowie Projekte außerhalb Nordamerikas und berichtet direkt an Mark Hill.

Diese Ernennung erfolgt in einer Phase, in der Barrick Mining auch seine nordamerikanischen Strukturen optimiert. Ein geplanter Börsengang des Nordamerika-Geschäfts befindet sich weiterhin in der Umsetzung und soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Die Erlöse aus diesem IPO sollen nach aktuellen Planungen zum weitaus größten Teil an die Anteilseigner zurückfließen.

Ein wichtiger Meilenstein für dieses Vorhaben war die Einigung mit Newmont am vergangenen Freitag, durch die rechtliche Unstimmigkeiten beigelegt wurden und Barrick eine Zahlung von 1,95 Milliarden US-Dollar erhielt.

Analysten reagieren auf angepasste Kursziele

Am Kapitalmarkt wurde die Entwicklung mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends quittiert. Die Aktie notiert aktuell bei 66,72 CAD und liegt damit rund 21 Prozent über ihrem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage. Seit dem 52-Wochen-Tief bei 35,53 CAD hat sich der Wert des Papiers deutlich erholt.

In der vergangenen Woche passten mehrere Analysehäuser ihre Einschätzungen an die neuen Rahmenbedingungen an. Am 17. August senkten die Analysten der CIBC ihr Kursziel für Barrick Mining von 64 auf 57 US-Dollar. Am selben Tag reduzierte Scotiabank das Ziel von 57 auf 55 US-Dollar. Bereits am 14. August hatte JPMorgan das Kursziel leicht von 50 auf 52 US-Dollar angehoben.

Während die Zielmarken teilweise nach unten korrigiert wurden, bestätigte RBC Capital am Mittwoch die Einstufung mit einem „Buy“-Rating. Die Experten blicken dabei insbesondere auf die hohe Cash-Generierung und die Fortschritte bei den Verhandlungen in Nevada, die bereits vor rund zwei Wochen zur Neuordnung der Anteile an den Nevada Gold Mines führten.

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