Barrick Mining Aktie: 1,95-Milliarden-Zahlung von Newmont
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 03:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Barrick Mining hat mit Sebastiaan Bock einen neuen Chief Executive Officer für sein Geschäft außerhalb Nordamerikas berufen. Bock übernimmt mit sofortiger Wirkung die Leitung der Gold- und Kupferaktivitäten sowie der Projekte im Rest-of-World-Segment, wie das Unternehmen mitteilte. Die Personalie ordnet sich in den laufenden Umbau des Konzerns ein, der sein Geschäft in Nordamerika und den internationalen Bereich organisatorisch trennt.
Zahlen mit Licht und Schatten
Zum Quartalsbericht hatte Barrick zuvor eine Gewinnsteigerung vermeldet, die dennoch hinter den Schätzungen der Analysten zurückblieb. Höhere Kosten in den Goldbetrieben zehrten den Effekt steigender Bullionpreise teilweise auf.
Konkret produzierte Barrick im zweiten Quartal 796.000 Unzen Gold und 56.000 Tonnen Kupfer, bei einem Umsatz von 5,29 Milliarden US-Dollar und einem Nettogewinn von 1,22 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,82 US-Dollar.
Das Unternehmen kündigte zudem an, Aktionäre über Dividenden und Rückkäufe mit 1,5 Milliarden US-Dollar zu bedienen – für das zweite Quartal wurde eine Quartalsdividende von 0,15 US-Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar am 15. September 2026 an die am 31. August 2026 registrierten Aktionäre.
Parallel dazu senkte Barrick seine Investitionsplanung für das laufende Jahr. Die Prognose für das zurechenbare Capex 2026 wurde auf eine Spanne von 3,8 bis 4,3 Milliarden US-Dollar reduziert, die Ausgaben für das Projekt Reko Diq auf 450 bis 500 Millionen US-Dollar gekürzt.
Diese Zurückhaltung bei den Investitionen signalisiert, dass der Konzern angesichts des Kostendrucks in den Minenbetrieben stärker auf Kapitaldisziplin setzt, während gleichzeitig größere strukturelle Weichen gestellt werden.
Newmont-Einigung als Rückenwind
Vor rund zwei Wochen hatten Barrick und Newmont ihren Streit um die Nevada Gold Mines beigelegt – seither hat die Aktie um gut zehn Prozent zugelegt. Newmont zahlt Barrick im Zuge der Einigung 1,95 Milliarden US-Dollar innerhalb von 30 Tagen, das Vertragspaket umfasst zudem einen Tausch der Barrick-Liegenschaft Fourmile gegen die Newmont-Vorkommen Mike und Fiberline.
Die Einigung räumt eine wesentliche Hürde für den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Goldaktivitäten aus dem Weg, der laut Unternehmensangaben weiterhin bis Jahresende 2026 abgeschlossen werden soll und eine Minderheitsbeteiligung von 10 Prozent an der neuen Einheit vorsieht.
Kursverlauf zeigt Stärke
Die Aktie schloss am Mittwoch bei 62,80 kanadischen Dollar, nach einem Tagesplus von 7,4 Prozent. Auf Monatssicht steht ein Zuwachs von 22 Prozent zu Buche, auf Jahressicht sogar von 83 Prozent.
Zum 52-Wochen-Hoch von 74,00 kanadischen Dollar, erreicht Ende Januar, fehlen der Aktie derzeit noch 15 Prozent – ein Hinweis darauf, dass trotz der jüngsten Kursgewinne noch Luft nach oben besteht, sollte sich die Neuordnung des Konzerns wie geplant fortsetzen.
Für Anleger bündeln sich damit mehrere Entwicklungsstränge: die operative Kostenlage bleibt eine Herausforderung, während die strukturellen Weichenstellungen – Newmont-Einigung, neue Führungsstruktur und der bevorstehende Börsengang der Nordamerika-Sparte – den mittelfristigen Ausblick prägen dürften.
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