Barratt, Redrow

Barratt Redrow Aktie: 12-Prozent-Sprung nach Gewinnüberraschung

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 05:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Barratt Redrow übertrifft den Analystenkonsens beim bereinigten Vorsteuergewinn, während Verzögerungen die Prognose für 2027 dämpfen.

Britische Neubaustelle mit Reihenhäusern, Gerüsten und Bagger im Abendlicht
Fotorealistische Neubausiedlung im Bau zeigt Kerngeschäft von Barratt Developments plc, ISIN GB0000811801, britischer Wohnungsbau Illustration mit AI erstellt.

Der britische Wohnungsbauer Barratt Redrow hat gestern mit seinen Ergebnissen für das am 28. Juni 2026 abgelaufene Geschäftsjahr die Erwartungen des Marktes übertroffen.

Trotz einer vorsichtigeren Prognose für das kommende Jahr reagierte die Aktie im gestrigen Handel mit einem deutlichen Sprung von 12 Prozent und schloss bei 3,62 Euro. Damit notiert das Papier zwar weiterhin etwa 24 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, doch Anleger zeigten sich erleichtert über die operative Stabilität nach der Fusion der Branchenriesen Barratt und Redrow.

Operatives Ergebnis schlägt Erwartungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 konnte das Unternehmen insgesamt 17.667 Fertigstellungen verzeichnen, was einer Steigerung von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Wert lag am oberen Ende der eigenen Prognosen.

Der Umsatz kletterte um 6,6 Prozent auf rund 6,1 Milliarden Pfund. Besonders im Fokus stand der bereinigte Vorsteuergewinn, der zwar um 7,1 Prozent auf 572,8 Millionen Pfund sank, damit aber über dem Analystenkonsens von rund 540 Millionen Pfund lag.

Auf statutarischer Ebene verzeichnete Barratt Redrow sogar ein Plus beim Vorsteuergewinn von 48 Prozent auf 363,5 Millionen Pfund. Die Integration der Marke Redrow gilt als weitgehend abgeschlossen.

Medienberichten zufolge konnten bereits Kostensynergien in Höhe von 73 Millionen Pfund realisiert werden, wobei das langfristige Ziel bei 100 Millionen Pfund liegt. Belastet wurde das Ergebnis jedoch durch zusätzliche Rückstellungen für Bausicherheitsmängel an Altbeständen in Höhe von 97 Millionen Pfund.

Planungsverzögerungen bremsen künftiges Wachstum

Für das Geschäftsjahr 2027 zeigt sich die Konzernleitung hingegen zurückhaltender. Als Hauptgrund für diese Anpassung werden erhebliche Verzögerungen im Planungswesen sowie eine geringere Anzahl an aktiven Verkaufsstellen angeführt.

Die Vorsitzende Caroline Silver wies darauf hin, dass ein positiver Start in das Jahr 2026 durch die Eskalation des Nahost-Konflikts Ende Februar eine scharfe Kehrtwende erfahren habe. Zudem rechnet das Management für das kommende Jahr mit einer Baukosteninflation von drei bis vier Prozent.

Fokus auf Aktionärsrückgaben und Führungswechsel

Trotz des schwierigen Marktumfelds beabsichtigt Barratt Redrow, im laufenden Geschäftsjahr 2027 rund 400 Millionen Pfund an seine Aktionäre zurückzugeben. Der Großteil davon entfällt mit etwa 386 Millionen Pfund auf Aktienrückkäufe, ergänzt durch eine Schlussdividende von einem Penny je Aktie.

Analysten der Investmentgesellschaft Quilter Cheviot merkten an, dass die operative Marge mit 9,9 Prozent erstmals in den einstelligen Bereich gerutscht sei, was den Druck durch Baukosten und Käuferanreize unterstreicht.

Parallel zu den Finanzergebnissen bereitet das Unternehmen einen Wechsel an der Spitze vor. Banks übernimmt die Führung in einer Phase, in der das Unternehmen verstärkt auf staatliche Förderungen für Erstkäufer hofft, um die Nachfrage im britischen Wohnungsmarkt langfristig zu stützen.

Anzeige

Barratt Developments-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barratt Developments-Analyse vom 17. September liefert die Antwort:

Die neusten Barratt Developments-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barratt Developments-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Barratt Developments: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | GB0000811801 | BARRATT | boerse | 70114355 |