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Banco De SAbadell Aktie: Sogeviso-Verkauf steht bevor

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 21:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Institut kaufte weitere eigene Aktien; beim Verkauf von Sogeviso sind Clikalia und ein weiterer Bieter im Rennen.

3D-Render eines modernen Glas-Hochhauses als Firmensitz vor blauem Himmel
Architektur-Render eines gläsernen Hochhauses repräsentiert den Firmensitz der Banco Sabadell S.A., ISIN ES0113860A34, Bankkonzern Illustration mit AI erstellt.

Die spanische Großbank Banco Sabadell macht Tempo bei der Umsetzung ihrer Kapitalstrategie. Parallel dazu steht der Verkauf der konzerneigenen Wohnungsverwaltungstochter vor dem Abschluss. Am Markt legte das Papier heute um 2,8 Prozent auf 3,59 Euro zu.

Großteil des Rückkaufvolumens bereits umgesetzt

In der vergangenen Handelswoche erwarb das Geldhaus zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober insgesamt 5,67 Millionen eigene Anteilsscheine. Der gewichtete Durchschnittspreis lag bei 3,5458 Euro je Aktie.

Tochtergesellschaft Sogeviso steht vor dem Verkauf

Neben den Rückkäufen forciert das Management die Bereinigung des Portfolios. Banco Sabadell steht kurz vor der Veräußerung von Sogeviso, einer auf die Verwaltung von bezahlbarem Wohnraum spezialisierten Tochtergesellschaft. Das Beratungsunternehmen PwC leitet diesen Bieterprozess, für den das Mandat im ersten Quartal erteilt worden war.

Als Finalisten im Bieterverfahren verbleiben das Immobilienunternehmen Clikalia sowie ein weiterer Interessent, nachdem die Investmentgesellschaft Azora vor mehreren Monaten aus dem Prozess ausgeschieden war. Sogeviso verwaltete über einen Zeitraum von zehn Jahren rund 23.000 Mietverträge für geförderten Wohnraum und sicherte sich 2023 einen zehnjährigen Bewirtschaftungsvertrag für öffentliche Wohnbauprojekte.

Solides Branchenumfeld stützt den Sparkurs

Die Desinvestition reiht sich in frühere Portfolioentscheidungen ein. Nach der Trennung von der britischen Tochter TSB schüttete das Institut eine Sonderdividende von rund 2,5 Milliarden Euro an die Anteilseigner aus. Pläne zur Veräußerung des Zahlungsabwicklungsgeschäfts wurden vor dem Übernahmeangebot der BBVA verworfen, während das mexikanische Geschäft unverändert im Konzern verbleibt.

Rückenwind erhält das Institut von der Verfassung des spanischen Bankensektors. Die Banco de España wies für das zweite Quartal eine annualisierte Eigenkapitalrendite der spanischen Institute von 16,05 Prozent aus. Zugleich sank die Quote notleidender Kredite im Sektor auf ein Tief von 2,53 Prozent.

Die Sabadell-Aktie notiert nach den jüngsten Gewinnen rund 5,3 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro. Während Großbanken von den hohen Erträgen profitieren, steht der Sektor mit Blick auf Arbeitsbedingungen und IT-Kosten weiterhin vor operativen Herausforderungen.

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