BAE Systems Aktie: Dreadnought-Finanzierung bestätigt
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 18:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die britische Regierung hat die weitere Finanzierung für den Bau der Dreadnought-U-Boote bestätigt und damit ein zentrales Großprojekt von BAE Systems langfristig abgesichert. Die Arbeiten an den mit ballistischen Raketen bestückten Unterseebooten finden am Standort Barrow-in-Furness statt und sind auf eine Laufzeit von mehreren Jahrzehnten ausgelegt.
Parallel dazu treibt das Unternehmen die heimische Munitionsproduktion voran. Ein neuer Auftrag sieht den Ausbau der Fertigungskapazitäten für Artilleriegranaten, Treibladungen und Sprengstoffe im Vereinigten Königreich vor.
Stärkung der Kapazitäten und internationale Kooperationen
Neben den maritimen Großprojekten und der Munitionssparte ist BAE Systems maßgeblich an der Entwicklung des künftigen Kampfflugzeug-Programms beteiligt, das in einer trilateralen Kooperation zwischen dem Vereinigten Königreich, Italien und Japan realisiert wird. Diese strategischen Initiativen unterstreichen die Rolle des Konzerns als tragende Säule der britischen Verteidigungsindustrie.
In Australien wurde zudem der Budgetrahmen für das Hunter-Fregattenprogramm konkretisiert. Während das Gesamtvolumen der Programmhülle für den Zeitraum 2026 bis 2027 auf rund 26,6 Milliarden Australische Dollar beziffert wird, beläuft sich der spezifische Auftragswert für das erste Los von drei Schiffen für BAE Systems auf etwa 4,6 Milliarden Britische Pfund.
Die Aktie reagiert heute positiv auf die Nachrichtenlage und notiert bei 107,67 USD, was einem Plus von 2,9 % entspricht. Trotz der jüngsten Kursgewinne liegt der Wert weiterhin etwa 15 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 126,00 USD, das Mitte März erreicht wurde.
Analysten passen ihre Prognosen an
Die Analysten der Erste Group Bank haben ihre Einschätzung für BAE Systems in einer aktuellen Studie präzisiert. Das Haus senkte die Gewinnprognose pro Aktie für das Geschäftsjahr 2026 leicht von zuvor 4,56 USD auf nun 4,54 USD. Für das darauffolgende Jahr 2027 wird ein Gewinn je Aktie von 5,18 USD erwartet.
Trotz der minimalen Korrektur bei den kurzfristigen Erwartungen belässt die Erste Group Bank das Rating auf „Hold“ und sieht ein Kursziel von 113 USD. Damit liegt die Einschätzung im Bereich des Marktkonsenses, der das Papier mehrheitlich mit Halten einstuft.
Innovative Stromübertragung in der Stratosphäre
Zusätzlich zu den klassischen Verteidigungsgütern engagiert sich BAE Systems in der Entwicklung neuer Technologien für die Luftfahrt. Das Unternehmen nimmt am ARIA-Programm teil, das mit einem Volumen von 15,7 Millionen Euro dotiert ist. Ziel des Vorhabens ist die drahtlose Stromübertragung vom Boden zu einem Flugzeug in der Stratosphäre.
Als Testplattform dient hierbei die PHASA-35, ein unbemanntes Luftfahrzeug mit einer Spannweite von 35 Metern, das für Einsätze in einer Höhe von über 20 Kilometern konzipiert ist.
Das Projekt soll in einer integrierten Flugdemonstration gipfeln und könnte die Einsatzdauer von Höhenplattformen signifikant verlängern, da diese durch die externe Energiezufuhr weniger auf schwere Batterien angewiesen wären. Im ersten Halbjahr verzeichnete die maritime Sparte des Konzerns bereits ein Umsatzplus von 4 %, während die operative Marge in diesem Segment zuletzt bei 6,1 % lag.
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