BAE Systems Aktie: Barrow-Ausbau soll U-Boot-Bau verdoppeln
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 04:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Großbritannien will die heimische U-Boot-Produktion verdoppeln. Medienberichten von gestern zufolge plant die britische Regierung Investitionen von rund sechs Milliarden Pfund in den Ausbau der BAE-Werft in Barrow-in-Furness sowie der Reaktoranlagen von Rolls-Royce.
Der Schritt soll den Weg für das SSN-AUKUS-Programm ebnen, dessen Fertigung im Jahr 2027 anlaufen soll. BAE Systems wird die atomgetriebenen Boote am Standort Barrow fertigen, während die endgültige Flottengröße noch festgelegt werden muss.
An der Börse notierte das Papier des britischen Rüstungskonzerns gestern bei 104,40 USD. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 14 Prozent.
Werftausbau und Fortschritte bei bestehenden Flottenprogrammen
Die angekündigte Regierungsinvestition fällt in eine Phase operativer Meilensteine im Marinebereich des Konzerns. Erst am vergangenen Freitag verließ die HMS Agamemnon die Werft in Barrow-in-Furness zu ihrer ersten Fahrt auf offene See.
Das U-Boot der Astute-Klasse absolviert vor der Übergabe an die Royal Navy nun die vorgeschriebenen Seeerprobungen. Mit den geplanten Erweiterungen bereitet das Unternehmen seine Produktionsstätten darauf vor, nach dem Abschluss der laufenden Bauprogramme nahtlos in die Großserie der nächsten U-Boot-Generation überzugehen.
Auch im internationalen Flottengeschäft meldete der Konzern jüngst Fortschritte. BAE Systems Maritime Australia vergab am vergangenen Mittwoch an das tasmanische Unternehmen CBG Systems einen Auftrag im Volumen von 83 Millionen Dollar. Der Kontrakt umfasst Isolierungen, Verkleidungen und Befestigungen für die ersten drei Fregatten der Hunter-Klasse.
Land- und Raumfahrtprogramme ergänzen das Auftragsbuch
Neben dem Marinesegment sicherte sich der Konzern weitere Vereinbarungen in anderen Sparten. Am Donnerstag erhielt BAE Systems einen vierjährigen Rahmenvertrag von Babcock Land Defence, der im Auftrag des britischen Verteidigungsministeriums geschlossen wurde.
Die Vereinbarung sieht die Lieferung von Waffenkomponenten für Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge vor, darunter Unterstützung für das 105-Millimeter-Leichtgeschütz. Zum finanziellen Gesamtvolumen dieser Rahmenvereinbarung machten die Parteien keine Angaben.
In den Vereinigten Staaten schloss der Konzern zudem am 21. September die Entwurfsprüfung für ein militärisches Raumfahrtvorhaben ab. Die Critical Design Review für das 1,2 Milliarden Dollar schwere Satellitenprogramm der U.S. Space Force zur Raketenwarnung und -verfolgung im mittleren Erdorbit wurde erfolgreich beendet. Damit kann das Vorhaben in die nächste Produktionsphase übergehen. Parallel zu diesen operativen Aufträgen setzte das Unternehmen am Kapitalmarkt sein laufendes Aktienrückkaufprogramm fort.
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