AXT: CalSTRS kauft 64.406 Aktien
Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 20:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
CalSTRS baut Beteiligung am Halbleiterspezialisten aus
Die Dynamik rund um den US-Halbleiterhersteller AXT hält unvermindert an. Wie aus einer heute veröffentlichten Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat der Pensionsfonds California State Teachers Retirement System (CalSTRS) seine Position in dem Unternehmen ausgebaut. Der institutionelle Investor erwarb demnach 64.406 Aktien im Wert von rund 3,67 Millionen US-Dollar, was einem Anteil von 0,10 Prozent am Unternehmen entspricht. Diese Entwicklung unterstreicht das wachsende Interesse großer Anleger an Spezialisten für KI-Infrastruktur.
Zeitgleich gibt es Bewegung im Führungskreis. Bereits am Freitag wurde bekannt, dass Direktor Leonard J. LeBlanc über einen Trust die Absicht erklärt hat, 2.000 Stammaktien mit einem geschätzten Marktwert von etwa 175.020 US-Dollar zu veräußern. Solche Transaktionen im Management stehen oft im Fokus der Marktbeobachtung, fallen in diesem Fall jedoch im Verhältnis zum institutionellen Zukauf moderat aus. Das Unternehmen hat zudem personell aufgerüstet und Jia-Bin Duh, den ehemaligen Präsidenten von Cisco Systems China und Microsoft China, in das Board of Directors berufen, um die strategische Ausrichtung zu stärken.
Strategische Partnerschaften und Rekordnachfrage durch KI
Das Kerngeschäft von AXT profitiert massiv vom Ausbau der Künstlichen Intelligenz in Rechenzentren. Besonders das Segment der Indiumphosphid-Substrate (InP) verzeichnete zuletzt Rekordergebnisse. Medienberichten zufolge verdoppelten sich die Einnahmen im Bereich der InP-basierten Laser in China das zweite Quartal in Folge. Kunden aus China machten damit zuletzt über 50 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die Basis für langfristiges Wachstum wurde zudem durch ein Abkommen mit Lumentum Operations gefestigt. Der Vertrag sieht die Lieferung von InP-Wafern bis zum Jahr 2031 vor und beinhaltet Anzahlungen in Höhe von insgesamt 87 Millionen US-Dollar.
Finanziell hat sich die Lage nach der Rücknahme des geplanten Börsengangs in Shanghai stabilisiert. Zwar löste dieser Schritt Rückforderungsrechte von elf privaten Investoren in Höhe von rund 49 Millionen US-Dollar aus, doch das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über eine Liquidität von 749 Millionen US-Dollar, um diese Verpflichtungen zu decken. Seit Jahresanfang legte die Aktie bereits um 495,95 Prozent zu.
Analysten heben die Daumen für das zweite Halbjahr
Die Marktexperten reagierten positiv auf die operative Wende zur Profitabilität, die das Unternehmen am vergangenen Dienstag im Rahmen der Quartalszahlen vermeldete. Analysten von Needham & Company stuften das Papier am 31. Juli von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch und setzten ein Kursziel von 90,00 US-Dollar fest. Auch die UBS Group rief am selben Tag ein Kursziel von 90,00 US-Dollar aus und verwies auf den optimistischen Ausblick hinsichtlich der Erweiterung der Produktionskapazitäten.
Am Freitag schloss das Papier bei 76,58 Euro. Damit notiert der Wert 24,07 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 61,72 Euro, was den starken kurzfristigen Aufwärtstrend untermauert. Während B. Riley Financial am 28. Juli noch vorsichtig agierte und das Kursziel aufgrund von Ausführungsrisiken auf 52,00 US-Dollar senkte, hob Alan Sumler die Einstufung am 2. August auf „Strong Buy“ an. Er begründete dies mit dem mehrjährigen Nachfragezyklus für InP-Substrate in der KI-Infrastruktur und der Sicherheit durch die neuen langfristigen Lieferverträge. Für das dritte Quartal rechnet das Management bereits mit einem weiteren Umsatzsprung auf rund 66 Millionen US-Dollar.
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