AXT Aktie: Zacks hebt auf Strong Buy nach Q2-Beat
Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 16:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Analysten von Zacks Research haben die Einstufung für AXT am Donnerstag von „Hold“ auf „Strong Buy“ angehoben. Diese Entscheidung folgt auf die am vergangenen Mittwoch vorgelegten Quartalszahlen und spiegelt die wachsende Bedeutung des Halbleiterspezialisten für den Ausbau moderner Infrastrukturen wider.
Im Zentrum der optimistischen Einschätzung steht die Rolle des Unternehmens bei der Bereitstellung von Substraten für die optische Konnektivität in Rechenzentren sowie für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI).
KI-Infrastruktur treibt die Nachfrage
Medienberichten zufolge gilt die Nachfrage nach Halbleitersubstraten für KI-Anwendungen derzeit als wesentlicher Wachstumstreiber für das Unternehmen. Dennoch kam es am Dienstag zu einer kurzzeitigen Unterbrechung der jüngsten Rallye.
Marktbeobachter führten dies auf Gewinnmitnahmen zurück, da Händler Risiken im Vorfeld der Finanzergebnisse von Branchengrößen wie Lumentum und Coherent minimieren wollten. Trotz dieser kurzfristigen Volatilität bleibt das Interesse der Anleger hoch, was sich in einem massiven Kursanstieg von 451 Prozent seit Jahresbeginn niederschlägt.
Die Grundlage für die Neubewertung lieferten die bereits vor rund zwei Wochen detailliert ausgeführten Ergebnisse und Ausblicke. Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 kletterte auf 47,6 Millionen US-Dollar, nachdem er im Vorjahreszeitraum noch bei 18,0 Millionen US-Dollar gelegen hatte.
Für das laufende dritte Quartal peilt das Management einen weiteren Anstieg auf mindestens 66 Millionen US-Dollar an. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie (Non-GAAP EPS) erwartet das Unternehmen eine Spanne zwischen 0,30 und 0,32 US-Dollar.
Kapazitätsausbau und strategische Neuausrichtung
Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, forcierte AXT zuletzt seine Produktionsziele. Bis zum Ende des Jahres 2026 strebt der Konzern eine Kapazität für Indiumphosphid-Wafer von 60 Millionen US-Dollar pro Quartal an.
Ein positives Signal kam in diesem Zusammenhang auch von Coherent: Das Unternehmen plant, seine interne Produktion entsprechender Wafer bis Ende 2026 zu verdoppeln. Dies wird am Markt als deutlicher Indikator für einen robusten Bedarf gewertet, von dem spezialisierte Zulieferer wie AXT unmittelbar profitieren könnten.
Strategisch hat das Unternehmen zudem eine Kursänderung bei seiner Tochtergesellschaft Tongmei vorgenommen. Medienberichten zufolge werden die Pläne für einen Börsengang nun auf den Handelsplatz in Hongkong konzentriert. Zur Sicherung der Liquidität und zur Finanzierung des Wachstums hat AXT zudem Kapital durch eine Zweitplatzierung von Aktien aufgenommen.
In diesem Umfeld kam es am Freitag der Vorwoche auch zu einer Veräußerung durch ein Mitglied des Board of Directors: Leonard J. LeBlanc verkaufte laut Pflichtmitteilungen 2.000 Aktien zu einem Preis von 87,51 US-Dollar pro Stück.
Am Freitag verabschiedete sich die Aktie bei einem Kurs von 70,80 Euro aus dem Handel. Mit diesem Niveau notiert das Papier rund 19 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Die jüngsten Analystenreaktionen und die operativen Fortschritte unterstreichen, dass der Markt die strategische Positionierung des Unternehmens im KI-Sektor zunehmend honoriert.
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