Aventis Energy Aktie: Corvo-Bohrungen zeigen Urananomalien
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 03:45 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Verkaufsdruck im gesamten Uranbergbausektor hat die Papiere von Aventis Energy erfasst. Am Freitag gab der Kurs um 7,9 Prozent auf 0,0326 Euro nach. Medienberichten zufolge gerieten vor allem Explorationsunternehmen und Junior-Entwickler ins Hintertreffen, nachdem der Sprott Uranium Miners ETF am 11. September unter seinen 50-Tage-Durchschnitt fiel und damit einen Wechsel in einen Abwärtstrend signalisierte.
Die Schwächephase im Sektor trifft auf eine Diskrepanz zwischen den Rohstoffmärkten und den Minenaktien. Die Spotpreise für Uran notierten stabil oberhalb von $84/lb. Verantwortlich für die Zurückhaltung der Investoren ist eine Verzögerung bei der Preisanpassung langfristiger Verträge: Energieversorger beziehen Brennstoff vielfach noch über Altverträge zu Preisen von $55 bis $68/lb, während der langfristige Marktpreis bei $96/lb liegt.
Funde am Corvo-Projekt
Vor rund einem Monat meldete das Unternehmen Ergebnisse seines Winter-Bohrprogramms auf dem Corvo-Uranprojekt. In allen neun niedergebrachten Bohrlöchern wies Aventis Energy anomales Uran nach. Die Auswertung ergab 55 Meter mit schwach anomalen Werten von mehr als 10 ppm U sowie 23 Meter mit mäßig anomalem Uran von über 50 ppm U. Weitere 13 Meter wiesen hochgradig anomale Gehalte von mehr als 100 ppm U auf.
Geologische und geochemische Modellierungen definierten gestapelte graphitische Störungen sowie hoch beanspruchte Zonen mit hydrothermaler Alteration. Diese Strukturen gelten über alle drei erprobten Zielgebiete hinweg als vorteilhaft für eine Uranmineralisierung.
Frühere Bohrkampagne und Marktlage
Bereits die Analysen der ersten Bohrkampagne auf dem Corvo-Projekt hatten Hinweise auf die Beschaffenheit des Areals geliefert. In sechs der neun Bohrlöcher zeigten sich Intervalle mit Urananreicherungen zwischen mehr als 100 und 350 ppm U. Ein Verhältnis von Uran zu Thorium von durchweg mehr als 2:1 belegte zudem einen hydrothermalen Uraneintrag.
Das Wirtsgestein besteht aus deformiertem und alteriertem Paragneis, Pegmatit sowie Granitoid-Orthogneis, begleitet von Störungszonen und Quarz-Karbonat-Adern.
Trotz der geologischen Daten spiegelt die Aktie den Gegenwind der gesamten Branche wider. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust auf 77 Prozent. Solange die Neubewertung bei den langfristigen Versorgerverträgen auf sich warten lässt und der Sektor unter Abgabedruck steht, bleibt das Umfeld für Explorationswerte gedämpft.
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