Autoliv, Aktie

Autoliv Aktie: Asien trägt, Marge schrumpft

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 13:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Asien verzeichnet Zuwächse, doch höhere Kosten drücken Autolivs Quartalsgewinn und begrenzen die Margenerwartung für 2026.
Moderne automatisierte Fertigungsanlage in der Automobilindustrie mit Fokus auf Präzision und industrielle Effizienz. Illustration mit AI erstellt.

Autoliv hat im dritten Quartal 2026 weniger verdient als erwartet und die Prognose für die Marge ans untere Ende der Spanne gerückt. Vorbörslich gab die Aktie um 6,3 Prozent auf 111,44 Dollar nach. Der Zulieferer verweist auf höhere Kosten, kann aber in Asien kräftig wachsen.

Zahlen unter den Erwartungen

Der Umsatz sank leicht um 0,5 Prozent auf 2,693 Milliarden Dollar. Organisch ging er um 1,1 Prozent zurück, die globale Fahrzeugproduktion schrumpfte allerdings stärker, nämlich um 1,9 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,19 Dollar, Analysten hatten mit 2,31 Dollar gerechnet. Auch beim Umsatz hatte der Markt etwas mehr erwartet.

Die bereinigte operative Marge betrug 9,7 Prozent nach 10,0 Prozent im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis fiel um 5,0 Prozent, auch weil 2025 eine Entschädigungszahlung eines Lieferanten die Basis erhöht hatte.

Indien und China als Lichtblicke

Die Stärke kommt aus Asien. In Indien wuchsen die Erlöse um knapp 30 Prozent, das Geschäft mit chinesischen Herstellern legte um mehr als 20 Prozent zu. Auch Japan trug bei, sodass Asien im Quartal mehr Umsatz erzielte als China allein.

In EMEA blieb Autoliv dagegen hinter dem Markt zurück, in Amerika lag das Unternehmen etwa gleichauf. Um die Partnerschaften mit chinesischen Kunden zu stützen, eröffnete der Konzern sein zweites Forschungszentrum im Land.

Die Kosten bleiben das Problem. Rohstoffe, Logistik, Überschwemmungen in Thailand und eine geringere Abrufgenauigkeit der Kunden belasteten das Jahr. Den Großteil glich Autoliv durch Effizienz, Materialeinsparungen und Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten aus. Dennoch peilt das Management für 2026 nur noch eine bereinigte Marge von rund 10,5 Prozent an, die Spanne lag zuvor bei 10,5 bis 11 Prozent.

Prognose und Aktionärsrendite

Die übrigen Jahresziele bleiben unverändert: organisches Umsatzwachstum von rund null Prozent und ein operativer Cashflow von etwa 1,2 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal lag der Cashflow bei 239 Millionen Dollar, die Verschuldung blieb bei dem 1,3-Fachen. Autoliv kaufte Aktien für 150 Millionen Dollar zurück und zahlte 63 Millionen Dollar Dividende.

Für das Schlussquartal gibt sich CEO Mikael Bratt zuversichtlich. Mehr Produktanläufe und deutliche Rohstoffrückflüsse sollen helfen. Die Zahlen für das vierte Quartal folgen am 29. Januar 2027. Am 26. und 27. April 2027 lädt der Konzern zu einem Investorentag nach Shanghai.

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