Aurubis, Aktie

Aurubis Aktie: EBT klettert auf 374 Millionen Euro

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 04:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aurubis verzeichnet nach neun Monaten ein EBT von 374 Millionen Euro und erwartet das obere Ende der Prognose. Zudem überschreitet ein neuer Investor die 5-Prozent-Schwelle.

Aurubis: Operatives EBT steigt deutlich, neuer Großaktionär mit über 5 Prozent
Abstrakte Darstellung einer modernen Industrieanlage mit glühendem Metall bei Sonnenuntergang Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Hamburger Kupferkonzern blickt nach einem erfolgreichen dritten Quartal optimistisch auf das restliche Geschäftsjahr. Während das operative Ergebnis deutlich zulegte, sorgt zudem ein neuer Großaktionär für Bewegung in der Beteiligungsstruktur des Unternehmens.

Operativer Gewinn klettert nach neun Monaten

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 verzeichnete Aurubis eine signifikante Ergebnisverbesserung. Das operative Vorsteuerergebnis (EBT) stieg auf 374 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 286 Millionen Euro erzielt worden waren. Das operative EBITDA verbesserte sich in diesem Zeitraum von 462 Millionen Euro auf 570 Millionen Euro.

Der Umsatz kletterte auf 17,8 Milliarden Euro. Das Unternehmen profitierte dabei maßgeblich von gestiegenen Kupferpreisen sowie deutlich höheren Erlösen aus dem Verkauf von Schwefelsäure.

Auf Basis dieser Entwicklung konkretisierte der Konzern seine Prognose für das laufende Jahr. Aurubis erwartet nun, das obere Ende der Zielspanne von 425 Millionen Euro bis 525 Millionen Euro beim operativen EBT zu erreichen. Auch die operative Kapitalrendite (ROCE) soll stabil in einem Korridor zwischen 10 % und 12 % liegen.

Kursentwicklung und neue Beteiligungsverhältnisse

Trotz der soliden Geschäftszahlen reagierte der Kapitalmarkt zunächst zurückhaltend. Laut Reuters gaben die Papiere am Tag der Bekanntgabe Anfang August zeitweise um knapp 4 % nach, da Marktteilnehmer offenbar auf eine noch stärkere Anhebung der offiziellen Zielspanne gehofft hatten.

Gestern schloss die Aktie bei 165,60 Euro. Damit notiert der Wert aktuell rund 1,1 % über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage. Seit Jahresbeginn konnte das Papier bereits ein Plus von 34 % verbuchen.

Zusätzlich zur operativen Entwicklung rückte zuletzt die Aktionärsstruktur in den Fokus der Anleger. Medienberichten zufolge hat der Unternehmer Papenburg seine Beteiligung an dem Kupferproduzenten ausgebaut. Am Freitag wurde bekannt, dass der Anteil die Schwelle von 5 % überschritten hat. Damit festigt sich ein neuer bedeutender Akteur im Kreis der Anteilseigner.

Analysten bewerten das Aufwärtspotenzial

Die Experten der Analysehäuser reagierten mit leichten Kurszielanpassungen auf die jüngsten Daten und den Ausblick. Warburg Research senkte am 10. August das Kursziel minimal auf 211 Euro, behielt jedoch die Einstufung auf „Buy“ bei. Die Analysten begründeten ihre Einschätzung mit den Details des Berichts zum dritten Quartal.

Etwas vorsichtiger beurteilte die Deutsche Bank das Papier am 7. August. Hier wurde das Kursziel von 178 Euro auf 177 Euro angepasst, während die Einstufung auf „Hold“ belassen wurde. Während die operative Stärke anerkannt wird, spiegeln die vorsichtigeren Kursziele die bereits erfolgte Kursrallye seit Jahresbeginn wider. Weitere Markteinschätzungen blieben nach der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen weitgehend stabil im neutralen Bereich.

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