Aurora, Cannabis

Aurora Cannabis Aktie: Vorstand weist Curaleaf-Offerte zurück

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 13:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Aurora lehnt die Offerte über fünf US-Dollar je Aktie ab und prüft neben der Eigenständigkeit auch mögliche Geschäfte mit Dritten.
Abstrakte Darstellung der pharmazeutischen Cannabis-Industrie in einem modernen, professionellen Laborumfeld. Illustration mit AI erstellt.

Im Übernahmekampf um den kanadischen Produzenten Aurora Cannabis verschärfen sich die Fronten. Während der US-Konzern Curaleaf versucht, das Unternehmen über ein unaufgefordertes Angebot unter seine Kontrolle zu bringen, setzt die Führung in Edmonton auf Gegenwehr.

Kapazitätsverdopplung am Standort Leuna

Die nun unter dem Namen Aurora Horizon geführte Anlage erhielt die EU-GMP-Zertifizierung für die neu geschaffenen Kapazitäten. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die jährliche Produktion von Medizinalblüten vor Ort mehr als verdoppeln wird.

Deutschland spielt für die internationale Ausrichtung der Kanadier eine zentrale Rolle. Das Werk ist eine von lediglich drei Anbaustätten für medizinisches Cannabis im Land, basierend auf einer Ausschreibung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte aus dem Jahr 2019.

Einstimmige Absage an Curaleafs Übernahmeofferte

Curaleaf hatte seine Offerte auf 5 US-Dollar je Aktie angehoben, strukturiert als Kombination aus 1 US-Dollar in bar sowie 0,4013 Curaleaf-Aktien.

Die Amerikaner bezifferten die Prämie auf 86 Prozent gegenüber dem gewichteten 30-Tage-Durchschnittskurs von Mitte August und setzten eine Annahmefrist bis zum 4. Dezember 2026 fest.

Auroras Führungsgremium und dessen Sonderausschuss stuften die Gegenleistung nach Prüfung durch die eigenen Finanzberater jedoch als finanziell unzureichend ein. Auroras Vorstandschef Miguel Martin verwies darauf, dass die Offerte den tatsächlichen Wert des Unternehmens nicht widerspiegele.

Aurora verfüge neben einer soliden Liquiditätsposition über keine Schulden abseits von Leasingverpflichtungen, während Curaleaf Verbindlichkeiten von fast einer Milliarde US-Dollar aufweise. Curaleafs Vorstandsvorsitzender Boris Jordan kritisierte die ablehnende Haltung der Kanadier hingegen scharf.

Sondierungsgespräche mit anderen Branchenakteuren

Aktionären empfiehlt der Vorstand weiterhin, ihre Anteile nicht anzudienen. Stattdessen prüft der Sonderausschuss strategische Handlungsoptionen, zu denen neben dem eigenständigen Fortbestehen auch Transaktionen mit Dritten gehören.

Mehrere Interessenten haben Vertraulichkeits- und Stillhaltevereinbarungen unterzeichnet und Einblick in Unternehmensdaten erhalten. Zudem gab es Berichte über Fusionsgespräche mit dem Konkurrenten Organigram, wenngleich ein konkreter Abschluss bislang nicht feststeht.

An der Börse notierte das Papier von Aurora Cannabis zum Handelsschluss am Freitag bei 5,64 CAD, was einem Tagesverlust von 2,9 Prozent entspricht. Über die vergangenen sieben Tage summierte sich das Minus damit auf 12 Prozent. Ob Curaleaf nochmals nachbessert oder ein konkurrierendes Gebot auftaucht, dürfte die Kursentwicklung in den kommenden Wochen bestimmen.

Anzeige

Aurora Cannabis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aurora Cannabis-Analyse vom 17. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Aurora Cannabis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aurora Cannabis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Aurora Cannabis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | CA05156X8843 | AURORA | boerse | 70347504 |