Aumovio, Aktie

Aumovio Aktie: Marge schlägt Erwartungen

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 08:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im dritten Quartal verbesserte Aumovio die Profitabilität trotz Umsatzrückgangs und bestätigte die Jahresziele für 2026.
Abstrakte Darstellung von wirtschaftlichem Erfolg und Effizienz in einem modernen, professionellen Büroumfeld. Illustration mit AI erstellt.

Schwacher Umsatz, aber bessere Profitabilität: Aumovio hat im dritten Quartal gezeigt, dass der Sparkurs greift. Der Autozulieferer steigerte die Marge entgegen den Erwartungen und verdoppelte zugleich seinen Auftragseingang.

Sparkurs stützt die Marge

Der Umsatz sank um 12 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT ging um 10,5 Prozent auf 137 Millionen Euro zurück. Der Rückgang fiel damit geringer aus als der beim Umsatz.

Die bereinigte Marge stieg dadurch leicht auf 3,5 Prozent, nach 3,4 Prozent im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit 131 Millionen Euro beim operativen Ergebnis und einer Marge von 3,1 Prozent gerechnet. Die Autobranche kämpft weiter mit einem schwierigen Umfeld, Aumovio kompensiert das über Kostendisziplin.

Aufträge verdoppelt

Das stärkste Signal liefert der Auftragseingang. Er verdoppelte sich auf 6,4 Milliarden Euro, nach 3,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Das schafft Planungssicherheit für die kommenden Jahre, auch wenn der aktuelle Umsatz noch schrumpft.

Unter dem Strich belastete die Beilegung des Rechtsstreits mit BMW um gelieferte Bremsen. Aumovio hatte dafür 350 Millionen Euro zugesagt. Im Gegenzug schloss das Unternehmen eine weitreichende neue Liefervereinbarung mit dem Autobauer.

Display-Sparte bleibt im Konzern

Eine strategische Weichenstellung gab es ebenfalls. Der Bereich User Experience, vor allem Displays für den Auto-Innenraum, soll nach einer Überprüfung Teil von Aumovio bleiben. Ein Verkauf oder Abspaltung ist damit vom Tisch.

Die Jahresziele bestätigte Konzernchef Philipp von Hirschheydt. Aumovio rechnet 2026 weiterhin mit einem Umsatz zwischen 17,0 und 17,5 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen 3,0 und 4,0 Prozent liegen. Mit 3,5 Prozent im dritten Quartal liegt das Unternehmen genau in der Mitte dieses Korridors.

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