Aumann: 1,29 Millionen Aktien zurückgekauft
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 13:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach dem Abschluss umfassender Kapitalmaßnahmen steht der Spezialmaschinenbauer Aumann im Fokus der Anleger. Am 2. September erfolgte die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2025, die durch eine signifikante Sonderausschüttung geprägt war. Damit hat das Unternehmen einen weiteren Schritt in seiner Strategie vollzogen, liquide Mittel an die Anteilseigner zurückzugeben, nachdem bereits im Juli ein öffentliches Aktienrückkaufangebot erfolgreich beendet wurde.
Hohe Kapitalrückführungen an die Aktionäre
Die am 2. September fällig gewordene Dividende belief sich auf insgesamt 1,11 Euro je Aktie. Diese setzte sich aus einer Basisdividende von 0,25 Euro und einer Sonderdividende in Höhe von 0,86 Euro zusammen.
Dem ging der Ex-Dividendentag am 31. August voraus. Der Dividendenvorschlag war bereits im Mai im Zuge einer Vorstandssitzung erhöht worden, bei der zudem die Wiederbestellung der amtierenden Vorstandsmitglieder um weitere fünf Jahre beschlossen wurde.
Diese Ausschüttung folgt auf ein großvolumiges Aktienrückkaufangebot, das das Unternehmen Mitte Juli abgeschlossen hatte. Ursprünglich im Juni zu einem Preis von 16,50 Euro angekündigt, wurde der Erwerbspreis am 22. Juni auf 17,80 Euro je Aktie angehoben.
Insgesamt wurden über 9,3 Millionen Aktien zur Andienung eingereicht, wobei das Unternehmen plangemäß rund 1,29 Millionen Stück – was etwa 10 Prozent des Grundkapitals entspricht – zurückkaufte. Aktuell notiert das Papier bei 13,60 Euro und damit deutlich unter dem Preis des Rückkaufangebots.
Heterogene Entwicklung in den Geschäftsbereichen
Operativ ist das Unternehmen von einer Zweiteilung seiner Geschäftsfelder geprägt, wie die Zahlen zum ersten Halbjahr verdeutlichten. Während der Gesamtumsatz in den ersten sechs Monaten um 34,8 Prozent auf 70,6 Millionen Euro sank, entwickelten sich die Segmente sehr unterschiedlich.
Das Segment E-Mobility stand unter erheblichem Druck und verzeichnete einen Umsatzrückgang von 46,9 Prozent. Demgegenüber konnte der Bereich Next Automation den Umsatz um 23,0 Prozent steigern.
Besonders deutlich zeigte sich die Dynamik im Bereich Next Automation beim Auftragseingang, der dort um 72,1 Prozent zulegte. Konzernweit belief sich der Auftragseingang im Halbjahr auf 65,4 Millionen Euro. Trotz des Umsatzrückgangs blieb die operative Marge (EBITDA-Marge) mit 10,5 Prozent stabil.
Medienberichten zufolge stützt sich das Unternehmen weiterhin auf eine solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 62,2 Prozent und einer Nettokasse von 154,4 Millionen Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 sieht einen Umsatz von rund 160 Millionen Euro bei einer EBITDA-Marge zwischen 6 und 8 Prozent vor.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Die Analysten der Montega AG haben am 24. August die Beobachtung des Wertes aufgenommen. Sie bewerten die Aktie mit „Kaufen“ und rufen ein Kursziel von 21,00 Euro aus. Dies entspräche einem erheblichen Aufschlag zum aktuellen Kursniveau. Die Aktie hat seit Jahresbeginn um 11 Prozent zugelegt, liegt jedoch mit 13,60 Euro noch immer rund 16 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 16,20 Euro.
Gleichzeitig notiert der Wert stabil etwa 24 Prozent über dem 52-Wochen-Tief, das bei 10,98 Euro markiert wurde. Die kommenden Monate dürften zeigen, inwieweit das Wachstum im Bereich Next Automation die Schwäche im E-Mobility-Sektor weiter kompensieren kann.
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