Atmos Energy Aktie: Neun Prozent mehr Dividende
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 00:02 Uhr | Redaktion boerse-global.deAtmos Energy hat am Mittwochabend gleich drei Meldungen geliefert: Zahlen zum Geschäftsjahr 2026, eine kräftige Dividendenanhebung und einen Plan für die Führungsspitze. Der Gasversorger aus Dallas setzt dabei auf Kontinuität und hohe Investitionen.
Gewinn und Ausblick
Im abgelaufenen Geschäftsjahr verdiente Atmos Energy 8,49 Dollar je verwässerter Aktie, der Nettogewinn lag bei 1,4 Milliarden Dollar. Die Investitionen erreichten 4,2 Milliarden Dollar, davon flossen über 85 Prozent in Sicherheit und Zuverlässigkeit des Netzes.
Für 2027 peilt das Management einen Gewinn von 9,05 bis 9,25 Dollar je Aktie an. Die Investitionen sollen auf rund 4,5 Milliarden Dollar steigen. Die Bilanz gibt dafür Spielraum: Die Eigenkapitalquote liegt bei 60 Prozent, die verfügbare Liquidität bei 3,8 Milliarden Dollar.
Wichtig für die Ertragsseite sind zudem die Tarifentscheidungen der Regulierer. Atmos setzte im Geschäftsjahr jährliche Mehrerlöse von 395,4 Millionen Dollar durch.
Dividende steigt auf 4,36 Dollar
Der Vorstand hat die Quartalsdividende auf 1,09 Dollar je Aktie angehoben. Die angezeigte Jahresdividende für das Geschäftsjahr 2027 beträgt 4,36 Dollar, ein Plus von 9,0 Prozent gegenüber 4,00 Dollar im Geschäftsjahr 2026.
Gezahlt wird am 7. Dezember 2026 an Aktionäre, die am 23. November 2026 im Register stehen. Es ist die 172. Quartalsdividende in Folge. Eine solche Serie ist bei regulierten Versorgern ein wichtiges Argument für einkommensorientierte Anleger.
Wechsel an der Spitze
Aufsichtsratschef Kim Cocklin erreicht die Altersgrenze und scheidet mit der Hauptversammlung 2027 aus dem Board aus. Er führte das Unternehmen von 2010 bis 2017 als Vorstandschef und leitet das Kontrollgremium seit Dezember 2020.
Sein Nachfolger wird der heutige CEO J. Kevin Akers, vorbehaltlich der Wiederwahl als Direktor. Damit vereint Atmos künftig die Rollen von Vorstandschef und Chairman. Nancy Quinn bleibt Lead Director und sichert so die unabhängige Kontrolle im Board. Kritiker einer solchen Machtbündelung dürften genau auf diesen Punkt achten.
Am Donnerstag, 5. November, stellt sich das Management um 10:00 Uhr Eastern Time den Fragen der Analysten. Dann dürfte klarer werden, wie die Investitionspläne und die Führungsstruktur im Detail zusammenpassen.
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