Atlassian, Aktie

Atlassian Aktie: AMP-Protokoll für KI-Agenten vorgestellt

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 03:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AMP soll die Zusammenarbeit von Beschäftigten und KI-Agenten regeln; zugleich baut Atlassian Schnittstellen und Kundenunterstützung aus.

Atlassian stellt neue KI-Protokolle und Partnerschaften vor
Abstrakte Darstellung von künstlicher Intelligenz, digitalen Netzwerken und moderner Software-Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Atlassian legte gestern um 2,0 Prozent zu und ging bei 175,80 Euro aus dem Handel. Damit notiert das Papier nur noch rund 1,6 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 178,60 Euro. Parallel zu diesem Kursanstieg stellte der Softwarekonzern auf seiner Konferenz Team ’26 Europe neue technische Weichenstellungen für die Zusammenarbeit zwischen menschlichen Teams und künstlicher Intelligenz vor.

Neues Protokoll für automatisierte Arbeitsabläufe

Im Mittelpunkt der Präsentationen stand die Ankündigung des Agentic Multiplayer Protocol (AMP). Dieses Protokoll soll die koordinierte Kooperation zwischen menschlichen Beschäftigten und KI-Agenten systemübergreifend regeln. Dabei geht es vor allem darum, Arbeitskontexte, Zugriffsberechtigungen, Sichtbarkeiten und Kontrollmechanismen für Software-Agenten sowohl innerhalb von Atlassian-Anwendungen als auch in externen Systemen einheitlich zu verwalten.

Ergänzend dazu baute das Unternehmen die Verfügbarkeit seines Servers für das Model Context Protocol (MCP) aus. Über die Schnittstelle werden Atlassian-Dienste mit externen KI-Clients verknüpft. Nach Unternehmensangaben verarbeitet das System mittlerweile mehr als 15 Millionen Aufrufe pro Tag und stellt über 220 Werkzeuge bereit.

Partnerschaften und personeller Ausbau

Um die Technologie tiefer in Unternehmensabläufe einzubinden, setzt Atlassian auf strategische Allianzen. In Kooperation mit OpenAI werden Modelle des KI-Entwicklers mit den Kontextdaten und Prozessen von Atlassian verzahnt. Diese Modelle treiben unter anderem Funktionen der Arbeitsplattform Rovo an. Zudem nutzen mehr als 3.000 Entwickler bei Atlassian das Programmierwerkzeug Codex über ChatGPT Enterprise.

Gestern meldete Atlassian zudem eine Partnerschaft mit Flexera. Ziel dieser Kooperation ist es, Daten zur Erkennung von IT-Assets direkt in das Servicemanagement und den Teamwork Graph von Atlassian zu übertragen.

Gleichzeitig erweitert der Konzern die personelle Unterstützung für Großkunden über das sogenannte Forward Deployed Engineering Programm. Nachdem das Team zuletzt 46 Spezialisten umfasste, soll es bis zum dritten Quartal auf 100 Ingenieure anwachsen.

Nach Unternehmensangaben arbeiteten diese Teams bereits mit mehr als 100 Unternehmenskunden zusammen und brachten dabei über 80 KI-Agenten in den Produktivbetrieb.

Eine unternehmenseigene Untersuchung aus dem laufenden Jahr ergab zuvor, dass zwar 94 Prozent der befragten Führungskräfte in der Softwareentwicklung KI-Werkzeuge einsetzen, jedoch lediglich 6 Prozent über Systeme verfügten, um diese skaliert und kontrolliert zu steuern.

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