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Astec Industries Aktie: Ausblick gekappt

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 17:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Astec verzeichnet Rekordauftragsbestand und starkes Umsatzplus, senkt jedoch die EBITDA-Prognose wegen Verzögerungen bei Asphaltanlagen.

Astec Industries: Rekordaufträge, aber gesenkte Jahresziele
Industrielle Fertigungsanlage in der Dämmerung als Symbol für die Maschinenbaubranche Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Rekordauftragsbestand auf der einen Seite, eine gesenkte Jahresprognose auf der anderen — bei Astec Industries gehen Wachstum und Vorsicht im zweiten Quartal 2026 deutlich auseinander. Der Baumaschinenhersteller aus Chattanooga zeigt, wie unterschiedlich seine beiden Sparten derzeit laufen.

Materials Solutions treibt, Infrastructure bremst

Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um 23,6 Prozent auf 408,1 Millionen Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen leicht. Getragen wurde das Wachstum vom Geschäft mit Gesteinsverarbeitungsanlagen.

Die Sparte Materials Solutions legte beim Umsatz um 43,0 Prozent zu, der Auftragseingang zog binnen eines Quartals kräftig an. Dealer und Kunden fragten wieder verstärkt Anlagen zum Brechen, Sieben und Fördern von Mineralien nach.

Infrastructure Solutions, das Geschäft mit Asphalt- und Betonanlagen, wuchs deutlich verhaltener: Der Umsatz stieg um 11,6 Prozent auf 228,3 Millionen Dollar. Der Auftragseingang brach im Vergleich zum Vorquartal um 20 Prozent ein — Kunden verschieben laut Unternehmensangaben den Abruf von Asphaltanlagen wegen makroökonomischer Unsicherheit. Genau dieser Effekt liegt der gesenkten Prognose zugrunde.

Prognose gesenkt, Gewinn verfehlt Erwartungen

Astec-Chef Jaco van der Merwe kappte die Jahresprognose für das bereinigte EBITDA von zuvor 170 bis 190 Millionen Dollar auf eine neue Spanne von 160 bis 175 Millionen Dollar. Als Grund nannte er verzögerte Lieferzeiten bei Asphaltanlagen infolge makroökonomischer Entwicklungen.

Beim bereinigten Gewinn pro Aktie kam Astec auf 0,94 Dollar und blieb damit unter der Konsensschätzung von 1,07 Dollar. Der Auftragsbestand des Konzerns wuchs dagegen auf ein Rekordniveau von 601,1 Millionen Dollar, ein Plus von 57,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Die Aktie notierte zuletzt bei rund 52 Dollar und hatte auf Jahressicht deutlich zugelegt, auf Sicht von drei Monaten aber leicht verloren. An der Dividendenpolitik hält Astec fest: Für das zweite Quartal zahlte das Unternehmen 0,13 Dollar pro Aktie aus. Für das Gesamtjahr 2026 bleibt die neue, engere EBITDA-Spanne von 160 bis 175 Millionen Dollar der Maßstab, an dem sich die weitere Entwicklung der Infrastructure-Solutions-Sparte messen lassen muss.

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