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ASTA Aktie: Baut Kupferrecyclinganlage in Oed

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 21:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ASTA plant in Oed eine Recyclinganlage für Kupferdraht und will damit Lieferantenabhängigkeit senken. Der Produktionsbeginn ist für Ende 2029 vorgesehen.

ASTA Energy Solutions investiert 17 Millionen Euro in Kupferrecycling
Moderne Kupferrecyclinganlage mit verarbeiteten Metallbeständen in einer industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Rund 17 Millionen Euro nimmt ASTA Energy Solutions für den Aufbau einer werkseigenen Kupferrecyclinganlage in die Hand. Das Vorhaben am niederösterreichischen Standort Oed soll die Abhängigkeit von externen Rohstofflieferanten verringern und die eigene Wertschöpfungskette vertiefen. Erste Maschinen will der Konzern noch im laufenden Jahr bestellen, der reguläre Produktionsstart ist für Ende 2029 vorgesehen.

Ausbau der Sekundärkupfer-Kapazitäten

Die neue Anlage in Oed im Bezirk Wiener Neustadt ist auf die Herstellung von Kupferdraht aus Sekundärkupfer ausgelegt. Als Rohmaterial soll dabei Kupferschrott dienen, der zum einen aus ASTAs eigener Fertigung stammt und zum anderen von Kunden sowie Lieferanten bezogen wird. Entsprechende Vereinbarungen zur Materialrückführung werden derzeit abgestimmt.

Das Projekt ist Kernbestandteil der konzerneigenen Initiative „Low Carbon Copper“. ASTA verfolgt das Ziel, den Anteil von recyceltem Kupfer in der gesamten Produktion bis zum Jahr 2030 auf 70 Prozent anzuheben.

Nach Unternehmensangaben stammt in Europa gegenwärtig bereits rund die Hälfte des verarbeiteten Kupfers aus Sekundärquellen. Bei einem vollständigen Einsatz von Recyclingkupfer soll sich der CO?-Fußabdruck je Tonne Kupferdraht im Vergleich zum bisherigen Bezug spürbar verringern.

Finanziell knüpft das Vorhaben an die strategischen Zusagen aus dem Börsengang vom Januar 2026 an. Damals stellte das Unternehmen in Aussicht, rund 20 Prozent des Emissionserlöses für den Ausbau der Recyclingaktivitäten zu verwenden. Zudem kann ASTA auf Erfahrungen zurückgreifen, die das Unternehmen bereits mit einer Recyclingplattform in Brasilien gesammelt hat.

Betriebswirtschaftliche Kriterien und Marktposition

Aus Sicht des Managements rechnet sich die Investition nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich. CFO Daniela Klauser betonte, dass das Vorhaben die internen Renditevorgaben erfülle und vollständig in der mittelfristigen Investitionsplanung berücksichtigt sei.

Genaue Prognosen zu künftigen Ergebnis- oder Umsatzbeiträgen nannte das Unternehmen nicht. CEO Karl Schäcke verwies vor allem auf die strategische Komponente: Die eigene Sekundärproduktion soll die Anfälligkeit gegenüber den Preisschwankungen am Kupfermarkt dämpfen und die Versorgungssicherheit für Abnehmer stabilisieren.

An der Börse reagierten die Anleger verhalten auf die Ankündigung. Das im SDAX notierte Papier steht bei 60,80 Euro und weist eine Marktkapitalisierung von 848,54 Millionen Euro auf. Für Investoren rückt als nächster Termin die Vorlage der Quartalsmitteilung für das dritte Quartal am 17. November in den Fokus.

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