Asos, Aktie

Asos Aktie: Datenleck bei Dienstleister

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 21:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Asos meldet mögliche Offenlegung von Namen und Kontaktdaten; Zahlungsdaten und Passwörter gelten bislang als nicht betroffen.

Extreme Nahaufnahme von rotem Backstein neben strukturierter Betonoberfläche
Makroaufnahme von Backstein und Beton zeigt Baumaterial von Persimmon plc GB0030927254 im Detail sehr nah Illustration mit AI erstellt.

Auf Tausenden Smartphones erschien am Dienstag eine kryptische Nachricht: "Asos hacked". Der britische Online-Modehändler bestätigte am Nachmittag eine "unbefugte Kundenbenachrichtigung". Die Aktie war zuvor zweistellig eingebrochen.

Was das Unternehmen einräumt

Betroffen sein könnten "grundlegende persönliche Informationen, einschließlich Name und Kontaktdaten". Zahlungskarteninformationen und Kontopasswörter seien nach aktuellem Stand nicht kompromittiert worden, teilte Asos mit. Auch den Betrieb beeinträchtige der Vorfall derzeit nicht.

Im Fokus der Untersuchung stehen unbefugte Aktivitäten auf Plattformen von Drittanbietern, über die das Unternehmen mit Kunden kommuniziert. Die Website schien zunächst nicht betroffen zu sein.

Die Drohung der Hacker

Der auf den Handys angezeigte Text richtete sich direkt an die Datenschutz- und IT-Verantwortlichen des Händlers. Man habe die Snowflake-Instanz vollständig kompromittiert, hieß es darin. Asos solle sich melden, andernfalls werde man die Daten veröffentlichen.

Snowflake ist eine Plattform, auf der Unternehmen große Datenmengen speichern, zusammenführen und analysieren. Ob die Angreifer tatsächlich Zugriff auf eine solche Instanz hatten, ist bislang nicht belegt. Asos hat die Snowflake-Behauptung nicht kommentiert.

Kursreaktion und Reichweite

Die Aktie rutschte im Tagesverlauf zeitweise um 12,55 Prozent auf 4,39 Pfund ab. Bei einem Titel, der zuletzt kräftig gelaufen war, trifft ein solcher Rückschlag besonders. Marktbeobachter dürften vor allem die Reputationsrisiken im Blick haben.

Asos, zu dem auch Topshop und Miss Selfridge gehören, hat weltweit rund 17 Millionen Kunden. Je nachdem, wie viele Datensätze betroffen sind, könnten Datenschutzbehörden und Kunden Antworten verlangen. Das Unternehmen hat angekündigt, die Untersuchung der Drittanbieter-Plattformen fortzuführen. Ob die Angreifer ihre Drohung wahrmachen und Daten veröffentlichen, dürfte sich in den nächsten Tagen zeigen.

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