ASML, Zacks

ASML: Zacks stuft auf Rang 1 hoch

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 00:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zacks hebt ASML auf „Strong Buy“; Markt sieht China-Sorgen als übertrieben. EUV-Monopol und starke Prognose stützen die Aktie.

ASML: Analysten stufen Aktie hoch, China-Konkurrenz als Übertreibung
Abstrakte Darstellung einer modernen Halbleiterfertigung in einem Reinraum mit präziser Lichtführung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein chinesischer Konkurrent baut angeblich eigene Lithografie-Maschinen. Die Nachricht schickte ASML diese Woche auf Talfahrt. Am Freitag stoppen Analysten die Panik – und stufen die Aktie sogar hoch.

Die Papiere des niederländischen Chip-Ausrüsters schlossen bei 1.436,80 Euro, ein Minus von 0,50 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Rückgang von 7,16 Prozent zu Buche. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie trotzdem satte 55,92 Prozent im Plus.

Zacks stuft auf "Strong Buy" hoch

Zacks Equity Research hat ASML am Freitag auf Rang 1 gesetzt, die höchste Kaufempfehlung des Analysehauses. Grund sind steigende Gewinnschätzungen von Analysten für die kommenden Quartale. Solche Hochstufungen folgen meist nach oben korrigierten Gewinn-je-Aktie-Prognosen und signalisieren Vertrauen in die kurzfristige Geschäftsentwicklung.

Der 14-Tage-RSI liegt bei 43,1. Das deutet auf eine ausgeglichenere technische Lage hin, nachdem die Aktie von ihrem 52-Wochen-Hoch bei 1.748,00 Euro deutlich zurückgekommen ist.

Die China-Sorge entpuppt sich als Übertreibung

Ausgelöst hatte den Kursrutsch diese Woche der staatlich unterstützte chinesische Hersteller Shanghai Aishengna Electronic Technology Group. Gerüchte besagten, das Unternehmen habe die Massenproduktion eigener DUV-Immersionslithografie-Systeme gestartet. Analysten bewerten die anfängliche Verkaufswelle am Markt inzwischen als überzogene Reaktion.

Die Fakten stützen diese Einschätzung. Aishengna wird 2026 voraussichtlich nur rund fünf Maschinen ausliefern, 2027 kommen etwa 20 weitere hinzu. Technische Bewertungen zeigen zudem: Die chinesische Lithografie-Technologie liegt noch etwa vier Generationen hinter ASML zurück.

Mehrere Broker-Häuser bestätigten deshalb ihren "Moderate Buy"-Konsens. Ihr zentrales Argument: ASML besitzt bei EUV-Systemen weiterhin ein Monopol. Diese Technologie treibt die Fertigung modernster Chips an – daran ändert auch ein neuer Wettbewerber aus China vorerst nichts.

Dividende und technologischer Meilenstein

Am 5. August 2026 zahlt ASML eine Zwischendividende von 1,88 Euro je Aktie für das laufende Geschäftsjahr aus. Die Ausschüttung folgt auf ein starkes zweites Quartal: 9,3 Milliarden Euro Nettoumsatz und 2,9 Milliarden Euro Nettogewinn.

Auch technologisch tut sich etwas. Intel Foundry hat im Juli begonnen, ASMLs neue EXE-Serie mit High-NA-EUV-Technologie für die Großserienfertigung seines 18A-Prozesses einzusetzen. Dieser kommerzielle Durchbruch stützt die angehobene Umsatzprognose für 2026, die ASML zuletzt auf 43 bis 45 Milliarden Euro erhöht hat.

Die Aktie notiert weiterhin 19,48 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 1.202,52 Euro. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt damit intakt, trotz des Rückgangs von 11,57 Prozent auf Monatssicht. Ob ASML diesen Trend hält, entscheidet sich vor allem daran, wie schnell der Konzern seinen Rekord-Auftragsbestand tatsächlich in ausgelieferte Systeme umwandelt – die Nachfrage nach KI-Infrastruktur übersteigt die Produktionskapazitäten derzeit deutlich.

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