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ASML Aktie: Bank of America und Barclays erhöhen Kursziele

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 21:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Beide Analysehäuser rechnen mit weiterem Wachstum; die Bank of America hebt ihre Umsatz- und Gewinnschätzungen für 2028 an.

Fotorealistische Aufnahme einer generischen EUV-Lithographiemaschine in einem hellen Halbleiter-Reinraum mit blauweißer Beleuchtung und komplexer Präzisionsmechanik
ASML Holding NL0010273215 fotorealistische EUV Lithographiemaschine steht im modernen Halbleiter Reinraum beleuchtet Illustration mit AI erstellt.

Gleich zwei große Analysehäuser haben heute ihre Kursziele für den niederländischen Halbleiterausrüster ASML nach oben angepasst. Die Bank of America und Barclays trauen dem Konzern in den kommenden Jahren ein anhaltend starkes Wachstum zu. Treiber bleiben die anhaltende Nachfrage nach Fertigungssystemen für modernste Halbleiter sowie höhere Verkaufspreise.

Die Bank of America schraubte ihr Kursziel von zuvor 2.452 Euro auf 2.557 Euro herauf und bestätigte ihre Kaufempfehlung. Analyst Didier Scemama passte dabei vor allem seine langfristigen Projektionen für das Geschäftsjahr 2028 an. Er erwartet nun einen Konzernumsatz von 76,5 Milliarden Euro nach zuvor veranschlagten 70,4 Milliarden Euro.

Höhere Stückzahlen und steigende Verkaufspreise

Als wesentlichen Grund für die Anhebung nennen die Analysten der Bank of America eine Beschleunigung bei den Systemauslieferungen. Für das Jahr 2028 kalkuliert das Haus nun mit 120 EUV-Lithografiesystemen statt der bisher erwarteten 110 Einheiten. Parallel dazu dürften die durchschnittlichen Verkaufspreise gegenüber früheren Annahmen um fünf Prozent steigen.

Trotz steigender Inputkosten von angenommenen 2,5 Prozent errechnet die Bank of America für 2028 eine Bruttomarge von 59 Prozent. Für den Gewinn je Aktie im selben Jahr hob das Institut seine Schätzung von 75,00 Euro auf 85,20 Euro an.

Gleichzeitig bekräftigte auch Barclays seine Einstufung mit einem Kursziel von 2.450 Euro nach zuvor 2.400 Euro. Analyst Simon Coles verwies darauf, dass für 2027 ein Umsatzwachstum von mindestens 25 Prozent erreichbar sei. Für die Bruttomarge im Geschäftsjahr 2027 prognostiziert Barclays einen Wert von 57,7 Prozent.

Der Optimismus der Branchenexperten spiegelt sich auch in den Aussagen des Managements wider. Die Engpässe bei Halbleitern könnten sich daher noch über Jahre hinziehen, da die weltweite Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz ungebrochen hoch bleibe.

Für das laufende Gesamtjahr peilt ASML einen Jahresumsatz in der Spanne von 43 bis 45 Milliarden Euro an. Die Bruttomarge soll zwischen 54 und 56 Prozent liegen. China dürfte nach Unternehmensangaben im laufenden Jahr rund 20 Prozent zu den Erlösen beisteuern.

Trotz der angehobenen Kursziele gab das Papier im heutigen Handel leicht nach und notiert bei 1.640,60 Euro. Vom bisherigen 52-Wochen-Hoch bei 1.748,00 Euro trennen die Aktie damit ein Abstand von 6,1 Prozent.

Neben geopolitischen Unsicherheiten und Exportbeschränkungen beobachten Marktteilnehmer vor allem den weiteren Verlauf der Speicherchip-Aufträge. Dennoch sehen die beiden Häuser den langfristigen Investitionszyklus der Halbleiterindustrie weiterhin intakt.

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