Artisanal Spirits: Fassverkäufe brechen um 43 Prozent ein
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 14:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Artisanal Spirits Company blickt auf ein zweigeteiltes erstes Halbjahr 2026 zurück. Während das Geschäft mit den eigenen Marken zulegen konnte, sorgte ein deutlicher Rückgang bei den Fassverkäufen an den Handel für ein Umsatzminus auf Konzernebene. Für die ersten sechs Monate bis Ende Juni wies das Unternehmen Erlöse von 9,2 Millionen Pfund aus, nach 9,7 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum.
An der Börse geriet das Papier zu Wochenbeginn unter Druck. Im heutigen Handel gab die Aktie um 3,0 Prozent nach und notierte bei 0,2301 Pfund.
Schwache Fassverkäufe drücken Konzernumsatz
Der Rückgang im ersten Halbjahr resultierte vor allem aus dem Bereich außerhalb des Markengeschäfts. Die Erlöse aus diesen Aktivitäten, die primär den Verkauf von Fässern an gewerbliche Abnehmer umfassen, sanken um 43 Prozent auf 1,3 Millionen Pfund. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Bereich noch 2,3 Millionen Pfund beigesteuert.
Das Kerngeschäft mit den eigenen Marken entwickelte sich dagegen robuster. Hier kletterten die Einnahmen um 7 Prozent auf 7,9 Millionen Pfund. Der daraus resultierende Bruttogewinn stieg um 13 Prozent auf 4,3 Millionen Pfund. Das Management verwies darauf, dass sich die Fassverkäufe planmäßig stärker in die zweite Jahreshälfte verlagern dürften.
Unter dem Strich stand für die ersten sechs Monate ein Vorsteuerverlust von 3,6 Millionen Pfund, der damit auf dem Niveau des Vorjahres verharrte. Auf operativer Ebene zeichnete sich eine leichte Besserung ab: Der bereinigte EBITDA-Verlust verringerte sich von 1,5 Millionen auf 1,4 Millionen Pfund.
Gleichzeitig verbesserte sich der Mittelzufluss aus den Markengeschäften um 1,5 Millionen Pfund. Zum Stichtag am 30. Juni lag die Nettoverschuldung bei 34 Millionen Pfund.
US-Markt und Mitgliederzuwachs als Stützen
Operative Impulse lieferte vor allem die internationale Expansion. In den Vereinigten Staaten verzeichnete die Gruppe ein Umsatzplus von 18 Prozent. Weltweit stieg die Mitgliederzahl um 3 Prozent auf 39.700 Personen.
Auch nach dem Ende des ersten Halbjahres setzte sich der Trend bei den Marken fort. Wie Chief Executive Officer Andrew Dane und Chief Financial Officer Billy McCarter in einer Investorenpräsentation darlegten, lag der Markenumsatz bis Ende August im Jahresverlauf um etwa 10 Prozent über dem Vorjahreswert.
Jahresprognose bleibt unverändert
Die Unternehmensführung erwartet unverändert, die Markterwartungen zu erfüllen. Dieser Konsens liegt für das Gesamtjahr 2026 bei einem Umsatz von 24,0 Millionen Pfund sowie einem EBITDA von 1,7 Millionen Pfund.
Das Management setzt dafür maßgeblich auf die anstehenden Fassabschlüsse im Schlussquartal und das anhaltende Wachstum der Mitgliederbasis. Mit einem Abstand von 21 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bleibt das Papier am Markt jedoch von den früheren Jahreshöchstständen entfernt.
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