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Arm Aktie: Goldman senkt Margenprognose für CPU-Geschäft

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 22:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Goldman Sachs kalkuliert für Arm 2028 mit mehr Umsatz, aber geringerer Bruttomarge; Morgan Stanley sieht das CPU-Geschäft neutral.
Abstrakte Darstellung einer modernen Halbleiterfertigung mit Fokus auf Mikrochip-Technologie und industrielle Präzision. Illustration mit AI erstellt.

Goldman Sachs stellt bei Arm die Ertragsqualität des geplanten CPU-Geschäfts in den Mittelpunkt. Am Mittwoch senkte das Analysehaus seine Bruttomargenprognose für das Geschäftsjahr 2028 ohne aktienbasierte Vergütung von 90,9% auf 87,1%. Gleichzeitig erhöhte es die Umsatzschätzung. Für Anleger liegt darin die entscheidende Abwägung: Eigene Prozessoren eröffnen Wachstumspotenzial, verlangen aber zunächst Zugeständnisse bei der Profitabilität.

Mehr Umsatz mit niedrigerer Marge

Arm strebt mit der AGI-CPU über die Geschäftsjahre 2027–2028 hinweg bis zu 2 Mrd. Dollar Umsatz an. Nach Einschätzung von Morgan Stanley reichen die CPU-Aufträge mehrerer Kunden bis Ende 2027. Damit gewinnt der geplante Ausbau des Prozessorgeschäfts an wirtschaftlicher Bedeutung.

Die Auftragslage spricht für Arm, sofern das Unternehmen die Prozessoren wie geplant ausliefert und die Fertigung wirtschaftlich hochfährt. Für die Bewertung zählt deshalb neben der Nachfrage auch, welcher Teil der zusätzlichen Erlöse als Gewinn übrig bleibt.

Morgan Stanley nennt für die erste CPU-Generation eine erwartete Bruttomarge von 30–40%. Zuvor lag die Erwartung bei 40%. Spätere Generationen sollen schrittweise eine Marge von mehr als der Hälfte des Umsatzes erreichen.

Dieser Entwicklungspfad würde die Ertragskraft des neuen Geschäfts stärken, sofern Arm die angestrebten Verbesserungen tatsächlich umsetzt. Die niedrigere Einstiegsmarge macht den Produktionsanlauf damit zu einem zentralen Prüfstein für die kommenden Berichtsperioden.

Auslieferungen werden zum Prüfstein

Erste Auslieferungen plant Arm für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2027. Morgan Stanley erwartet bereits im dritten Geschäftsquartal einen kleinen Umsatzbeitrag. Der Zeitplan gibt Anlegern konkrete Anhaltspunkte, an denen sie den Fortschritt des CPU-Geschäfts messen können.

Ein pünktlicher Start würde die Wachstumsperspektive stützen, sofern aus den Aufträgen tatsächlich verbuchte Erlöse werden. Für eine positivere Einschätzung verlangt Morgan Stanley zudem einen anhaltenden operativen Hebel und die Realisierung der erwarteten CPU-Nachfrage bis 2030.

Goldman Sachs erhöhte seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2028 auf 8,674 Mrd. Dollar und die Prognose für den Gewinn je Aktie auf 3,00 Dollar. Das Analysehaus erwartet damit trotz der niedrigeren Bruttomarge höhere Erlöse und einen etwas höheren Gewinn als zuvor.

Analysten verlangen belastbare Umsetzung

Die höheren Schätzungen reichen Goldman Sachs angesichts der schwächeren Royalty-Erlöse und der Margenbelastung für eine positivere Empfehlung nicht aus. Das Haus bleibt bei seiner Verkaufsempfehlung mit einem Zwölfmonatskursziel von 160 Dollar. Morgan Stanley bewertet Arm neutral und nennt ein Kursziel von 212 Dollar.

Für Arm spricht die wachsende Sichtbarkeit des CPU-Umsatzes, sofern Liefertermine und Margenentwicklung den Erwartungen standhalten. Vorsicht bleibt gerechtfertigt, solange das neue Geschäft zwar die Umsatzprognosen hebt, seine langfristige Ertragskraft aber erst im Hochlauf zeigen muss. Entscheidend werden deshalb die tatsächlichen Auslieferungen und die Fortschritte bei der Profitabilität sein.

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