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Arista Networks Aktie: Ethernet greift ins Rack

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 15:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die neue Rack-Architektur verbindet bis zu 144 Beschleuniger und unterstützt beim Scale-out auch Nvidias NVLink.

Arista Networks stellt offene Ethernet-Architektur für KI-Racks vor
Moderne Server-Infrastruktur mit leuchtenden Glasfaserkabeln in einem Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt.

Arista Networks dringt tiefer in die Hardware von KI-Rechenzentren vor. Der Netzwerkausrüster hat heute eine offene Ethernet-Architektur für Rack-Scale-Systeme vorgestellt, die sowohl das Scale-up (Verbindung von Beschleunigern innerhalb eines Racks) als auch das Scale-out (Verbindung vieler Racks) abdeckt. Entwickelt wurde sie gemeinsam mit AMD, Arm, Broadcom, d-Matrix, Meta, Microsoft und Qualcomm.

Ethernet statt proprietärer Inseln

Kern der Ankündigung ist Etherlink SU-144. Die Architektur verbindet bis zu 144 Beschleuniger in einem einzigen Netzwerk-Hop und skaliert über mehrere Racks auf 1.024. Sie baut auf der Initiative Ethernet for Scale-up Networks (ESUN) auf.

Arista positioniert das Angebot als offene Alternative zu proprietären Rechen-Inseln. Bisher dominieren dort hauseigene Verbindungen und PCIe, die laut Unternehmen mit dem Tempo der KI-Modelle nicht mehr mithalten. Die Lösung gibt es in drei Bauformen: als Orthogonal Chassis mit Flüssigkeitskühlung für 100 bis 400 Kilowatt, als Cabled Backplane sowie als modulares Cross-Rack-System.

"Das Netzwerk im KI-Zeitalter ist nicht mehr nur eine unabhängige Leitung zwischen Servern", sagt Tyson Lamoreaux, Senior Vice President für Cloud und AI Networking. Es sei zu einer eng integrierten Rack-Backplane geworden.

Scale-out mit Nvidia-Kompatibilität

Parallel dazu bringt Arista Rack-Lösungen für das Scale-out auf den Markt. Sie unterstützen mehrere Scale-up-Protokolle, darunter ESUN, PCIe und auch Nvidias NVLink samt NVLink Fusion. Das ist bemerkenswert, weil Arista damit Kunden nicht zwingt, sich gegen den Marktführer zu entscheiden.

Die Racks bestehen aus mehreren flüssigkeitsgekühlten Switches vom Typ 7060EX7 mit je 102,4 Terabit pro Sekunde. Dazu kommen Glasfaser-Patchpanels, Kühlverteiler, Leckageerkennung und Batterie-Backup. Kunden können wahlweise Aristas Betriebssystem EOS oder ein offenes Netzwerk-Betriebssystem einsetzen.

Dichte als Verkaufsargument

Mit der nächsten Optikgeneration, etwa XPO sowie offenem CPO und NPO, steigt die Kapazität pro Rack laut Unternehmen von 1,6 auf 6,5 Petabit pro Sekunde. Das entspricht gut einer Vervierfachung. Der Platzbedarf im Rechenzentrum sinke dadurch um knapp 50 Prozent.

Die Lösungen richtet Arista vor allem an die großen Cloud-Betreiber, die ihre KI-Infrastruktur mit bevorzugter Architektur ausbauen wollen. Umsatz- oder Auftragszahlen nannte das Unternehmen zur Ankündigung nicht.

Konkret sichtbar wird das Portfolio ab dem 12. Oktober: Auf dem OCP Global Summit (12. bis 15. Oktober) zeigt Arista am Stand E61 Demonstrationen der Rack-Scale-Systeme.

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