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Ares Capital: OMERS kauft 2,9 Millionen Aktien

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 10:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Große Fonds erhöhen ihre Anteile an Ares Capital deutlich. Die Aktie profitiert und notiert über dem 50-Tage-Durchschnitt, gestützt durch stabile Dividenden.

Ares Capital: Institutionelle Investoren stocken massiv auf – Aktie im Aufwind
Modernes Bürogebäude bei Sonnenuntergang als Symbol für institutionelle Investitionen und Finanzmärkte. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ares Capital verzeichnet derzeit ein deutliches Interesse durch namhafte institutionelle Investoren. Nachdem das Unternehmen zuletzt seine Quartalszahlen vorgelegt hatte, zeigen aktuelle Meldungen eine Welle von Neupositionierungen durch Fonds und Vermögensverwalter.

Die Aktie reagiert am heutigen Dienstag positiv auf das Marktumfeld und notiert bei 17,33 Euro, was einem Zuwachs von 0,8 Prozent entspricht. Damit festigt das Papier seinen Trend und liegt aktuell 4,7 Prozent über dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage.

Institutionelle Käufe im großen Stil

Medienberichten zufolge haben gestern mehrere große Adressen ihre Beteiligungen an dem Business-Development-Unternehmen bekannt gegeben. Herausragend ist dabei das Engagement der OMERS Administration Corp, die im zweiten Quartal eine neue Position von mehr als 2,9 Millionen Aktien aufgebaut hat.

Das Volumen dieses Investments wird auf rund 53,87 Millionen US-Dollar beziffert. Auch Advisors Capital Management LLC stieg massiv ein und erwarb im selben Zeitraum über 3,4 Millionen Anteile im Wert von etwa 63,14 Millionen US-Dollar.

Dieser Trend setzt sich über verschiedene Größenklassen von Investoren hinweg fort. Während Bruni J V & Co. am Mittwoch den Kauf von 1,27 Millionen Aktien meldete, was rund 0,18 Prozent des ausstehenden Kapitals entspricht, kaufte SCS Capital Management LLC am Montag der Vorwoche rund 345.103 Anteile.

Kleinere neue Positionen wurden zudem von NewEdge Wealth LLC, Elevation Point Wealth Partners und Wealthfront Advisers gemeldet. Diese breit gefächerten Zukäufe deuten darauf hin, dass professionelle Anleger trotz des leicht verfehlten Umsatzes im zweiten Quartal – dieser lag mit 768 Millionen US-Dollar knapp unter den Erwartungen von 770,19 Millionen US-Dollar – Vertrauen in die langfristige Strategie setzen.

Stabile Portfolioqualität und Dividendenkontinuität

Ein wesentlicher Faktor für das Vertrauen der Märkte dürfte die Stabilität des Kreditportfolios sein. Medienberichten zufolge lag die Quote der notleidenden Kredite (Non-Accrual Loans) zum Stichtag am 30. Juni 2026 bei 2,4 Prozent bezogen auf die fortgeführten Anschaffungskosten.

Auf Basis des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) betrug dieser Wert lediglich 1,4 Prozent. Damit rangiert Ares Capital weiterhin unter dem Median der 20 größten Business Development Companies, der zuletzt mit 2,8 Prozent angegeben wurde.

Für einkommensfokussierte Anleger bleibt die Ausschüttungspolitik ein zentrales Argument. Wie bereits am 13. August bestätigt wurde, schüttet das Unternehmen am 30. September eine Dividende von 0,48 US-Dollar je Aktie aus.

Anspruchsberechtigt sind Aktionäre, die zum Stichtag am 15. September als Anteilseigner registriert sind. Die Ertragslage unterstützt diese Zahlung: Im zweiten Quartal 2026 erzielte Ares Capital einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,47 US-Dollar und traf damit exakt die Konsensschätzungen der Analysten.

Strategische Flexibilität durch Aktionärsbeschluss

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 13. August stimmten die Aktionäre einem wichtigen Vorschlag der Verwaltung zu. Das Board of Directors ist nun ermächtigt, über einen Zeitraum von zwölf Monaten bis zu 25 Prozent der ausstehenden Stammaktien zu einem Preis auszugeben oder zu verkaufen, der unter dem aktuellen Nettoinventarwert (NAV) pro Aktie liegt.

Diese Maßnahme erhöht die finanzielle Flexibilität des Unternehmens erheblich. Sie ermöglicht es Ares Capital, auch in volatilen Marktphasen Kapital aufzunehmen, um neue Investitionsmöglichkeiten zu nutzen oder die Bilanzstruktur zu optimieren, selbst wenn der Aktienkurs temporär unter dem Buchwert notieren sollte.

In Kombination mit dem hohen institutionellen Interesse und der soliden Performance des Portfolios positioniert sich das Unternehmen damit für das kommende Geschäftsjahr.

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