Ardelyx, Aktie

Ardelyx Aktie: Wachstum trifft Patentschutz

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 01:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Produktumsatz steigt um 19 Prozent; ACCEL ist vollständig rekrutiert, und ein US-Patent soll am 10. November erteilt werden.
Moderne Laborumgebung mit Glasfläschchen, die Innovation und pharmazeutisches Wachstum symbolisiert Illustration mit AI erstellt.

Ardelyx liefert im dritten Quartal ein solides Zahlenwerk und gleich mehrere strategische Nachrichten dazu. Die Studie zur Ausweitung von Ibsrela auf eine zweite Indikation ist früher voll als geplant, außerdem steht ein neues Patent bevor. Der Quartalsverlust schrumpft derweil auf nahezu null.

Ibsrela treibt das Geschäft

Der Produktumsatz stieg im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 125,5 Millionen Dollar. Haupttreiber ist Ibsrela gegen das Reizdarmsyndrom mit Verstopfung: Die Erlöse legten um 23 Prozent auf 96,3 Millionen Dollar zu. Mehr verschreibende Ärzte und mehr Verordnungen sorgten für den Schub.

Xphozah, das Mittel zur Senkung des Phosphatspiegels bei Dialysepatienten, wuchs langsamer. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 29,2 Millionen Dollar.

Unter dem Strich verbuchte Ardelyx einen Nettoverlust von 0,7 Millionen Dollar nach 1,0 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Die Ausgaben stiegen allerdings. Die Forschungskosten kletterten auf 25,2 Millionen Dollar, vor allem wegen der Phase-3-Studie. Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand lag bei 93,9 Millionen Dollar, bedingt durch Investitionen in den Marktzugang für Ibsrela.

Die Jahresprognose bleibt unverändert. Für Ibsrela peilt das Management 350 bis 370 Millionen Dollar Umsatz an, für Xphozah 110 bis 120 Millionen Dollar. Die Betriebskosten sollen unter 500 Millionen Dollar bleiben. Langfristig hält Ardelyx am Ziel von einer Milliarde Dollar Jahresumsatz mit Ibsrela fest. Die liquiden Mittel und Investments summieren sich auf 285,3 Millionen Dollar.

Studie früher voll, Patent in Sicht

Die Phase-3-Studie ACCEL prüft Ibsrela bei chronischer idiopathischer Verstopfung bei Erwachsenen. Die Rekrutierung ist vorzeitig abgeschlossen. Erste Ergebnisse erwartet das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2027. Bisher ist das Medikament in den USA nur für Reizdarm mit Verstopfung zugelassen.

Gelingt die zweite Indikation, würde sich der adressierbare Patientenkreis deutlich erweitern. Ob die bisherigen Daten aus der Reizdarm-Indikation auf diese Erkrankung übertragbar sind, zeigt erst die Studie.

Hinzu kommt ein Rückenwind beim geistigen Eigentum. Die US-Patentbehörde will am 10. November das Patent mit der Nummer 12.788.750 erteilen. Es deckt die kommerziellen Formulierungen von Ibsrela und Xphozah ab und läuft bis Dezember 2041. Damit verlängert sich die Schutzfrist für beide Produkte erheblich.

Der nächste feste Termin steht damit schon fest: die Patenterteilung am 10. November. Die Studiendaten zu ACCEL folgen in der zweiten Jahreshälfte 2027.

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