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Apollo Global Management Aktie: Zwei Kontinente, ein Tag

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 09:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apollo vollzieht eine Drei-Milliarden-Euro-Lösung für Bayer und stellt TEC 585 Millionen Dollar bereit, um Schulden und Wachstum zu finanzieren.

Apollo Global Management schließt Milliardenfinanzierungen in Europa und Asien
Moderne Büroarchitektur bei Dämmerung als Symbol für globale Finanzmärkte und internationale Vernetzung. Illustration mit AI erstellt.

Apollo Global Management hat binnen weniger Stunden zwei Finanzierungsdeals auf unterschiedlichen Kontinenten abgeschlossen. Der Vermögensverwalter zeigt damit, wie breit sein Geschäft mit maßgeschneiderten Kapitallösungen inzwischen aufgestellt ist — von deutschen Pharmakonzernen bis zu asiatischen Büroanbietern.

Milliarden-Deal für Bayer besiegelt

Den größeren Brocken liefert Deutschland. Apollo-Fonds haben gemeinsam mit KKR eine Kapitallösung über drei Milliarden Euro für Bayer abgeschlossen, angekündigt bereits im Juli. Die beiden Investmentgesellschaften stecken Eigenkapital in eine neu gegründete Einheit, die Bayers Geschäft mit langwirksamen Verhütungsmitteln hält. Bayer bleibt Mehrheitseigner und behält die operative Kontrolle vollständig.

Für Apollo ist der Deal mehr als eine Einzeltransaktion. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, in den kommenden zehn Jahren über 100 Milliarden Dollar in Deutschland zu investieren, und positioniert sich damit als Kapitalpartner für große, etablierte deutsche Unternehmen. Bayer gilt in dieser Strategie als Aushängeschild.

Finanzierung für Büroanbieter in Asien

Parallel dazu hat Apollo 585 Millionen Dollar an The Executive Centre (TEC) vergeben, einen Anbieter von Premium-Büroflächen mit über 260 Standorten in 38 Städten Asiens und des Nahen Ostens. Das Geld dient vorrangig der Refinanzierung bestehender Schulden und soll TECs Expansionspläne stützen. Bloomberg hatte bereits im Vormonat berichtet, dass TEC nach einem Kredit in ähnlicher Größenordnung suche.

Der Deal reiht sich in eine wachsende Liste hybrider Kapitallösungen ein, die Apollo in der Region seit einiger Zeit strukturiert — darunter Transaktionen mit Unternehmen wie JSW Cement oder Hero FinCorp. Das Muster ist erkennbar: Apollo positioniert sich zunehmend als Ansprechpartner für Unternehmen, die klassische Bankfinanzierung durch flexiblere, individuell zugeschnittene Strukturen ersetzen wollen.

Mit einem verwalteten Vermögen von rund 1,05 Billionen Dollar zum Ende des zweiten Quartals 2026 verfügt Apollo über die Kapitalbasis, um solche Deals parallel in mehreren Weltregionen zu stemmen. Die beiden aktuellen Transaktionen unterstreichen, dass das Unternehmen sein Kreditgeschäft konsequent über Branchen und Kontinente hinweg ausbaut — von der Pharmaindustrie bis zum asiatischen Büromarkt.

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