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Apollo Commercial: 8,6-Milliarden-Portfolio an Athene

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 16:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apollo Commercial Real Estate treibt die Auflösung voran. Nach dem 8,6-Milliarden-Dollar-Portfoliodeal an Athene stimmen Aktionäre bald über den Liquidationsplan ab.

Apollo Commercial Real Estate: Liquidation nach Milliarden-Portfolioverkauf
Abstraktes, professionelles Bürointerieur mit Blick auf eine moderne Finanzmetropole bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Finanzdienstleister Apollo Commercial Real Estate Finance hat die Weichen für die vollständige Abwicklung des Unternehmens gestellt. Wie das Unternehmen am 10. August bekannt gab, wurde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde ein vorläufiger Entwurf für die Stimmrechtsunterlagen der Aktionäre eingereicht.

Ziel ist die Zustimmung zu einem umfassenden Plan zur Liquidation und anschließenden Auflösung der Gesellschaft. Dieser Schritt folgt auf den bereits vollzogenen Verkauf des gesamten Kreditportfolios für rund 8,6 Milliarden US-Dollar an die Athene Holding Ltd.

Hohe Verluste durch Portfolio-Bereinigung

Im Rahmen der Berichterstattung zum zweiten Quartal 2026 wies das Management erhebliche finanzielle Belastungen aus, die unmittelbar mit dem Umbau zusammenhängen. Bei den ausschüttungsfähigen Erträgen verbuchte die Gesellschaft einen Verlust von 349,1 Millionen US-Dollar, was einem Minus von 2,62 US-Dollar je Aktie entspricht.

Dem gegenüber stand jedoch ein positiver Nettogewinn von 22,7 Millionen US-Dollar für die Stammaktionäre. Der Gesamtumsatz wurde maßgeblich durch Erträge aus den Immobilieneigenbeständen gestützt, die allein über 36 Millionen US-Dollar zum Ergebnis beitrugen.

Der deutliche Quartalsverlust bei den ausschüttungsfähigen Erträgen ist vor allem auf die strategische Bereinigung der Bilanz zurückzuführen. Apollo Commercial Real Estate Finance realisierte einen Nettoverlust auf Investitionen in Höhe von 339,1 Millionen US-Dollar. Dieser entstand primär durch den Preisabschlag, der beim Verkauf des Milliarden-Portfolios an Athene akzeptiert wurde.

Zusätzlich belastete eine Einmalzahlung von 30,7 Millionen US-Dollar das Ergebnis, die durch die vorzeitige Ablösung bestehender Verbindlichkeiten notwendig geworden war.

Drastische Bilanzverkürzung und hohe Barmittel

Die Struktur des Unternehmens hat sich durch diese Maßnahmen grundlegend gewandelt. Zum Stichtag am 30. Juni beliefen sich die Gesamtvermögenswerte nur noch auf 2,14 Milliarden US-Dollar – ein massiver Rückgang im Vergleich zu den 9,90 Milliarden US-Dollar zum Jahresende 2025. Das Portfolio weist inzwischen keine gewerblichen Hypothekenkredite oder nachrangigen Darlehen mehr auf.

Stattdessen verfügt die Gesellschaft über hohe liquide Mittel von 1,24 Milliarden US-Dollar in bar, um die anstehende Liquidation und die geplanten Ausschüttungen vorzubereiten.

Fortlaufende Kapitalmaßnahmen und Rückzahlungen

Ungeachtet der Abwicklungspläne setzte die Gesellschaft im ersten Halbjahr ihre Kapitalmaßnahmen fort. Es wurden 8,6 Millionen Stammaktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 10,85 US-Dollar zurückgekauft.

Zudem erfolgte am 15. Juli die vollständige Rückzahlung der Vorzugsaktien der Serie B-1 im Gesamtwert von 169 Millionen US-Dollar. Die Zahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien reduzierte sich damit bis zum 7. August auf rund 128,2 Millionen Stück.

Anleger blicken nun auf die kommenden Monate, in denen die Aktionäre formal über den Liquidationsplan entscheiden sollen. Die Bekanntgabe der Ergebnisse für das dritte Quartal ist für den 8. Oktober geplant. Bis dahin dürfte sich zeigen, wie weit die verbleibende Verwertung der Immobilienbestände fortgeschritten ist und in welchem Zeitrahmen die finale Verteilung der Barmittel an die Anteilseigner erfolgen kann.

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