Antimony Resources Aktie: Antimonpreis halbiert sich
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 10:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Preisverfall bei Antimon setzt die gesamte Branche unter Druck – und Antimony Resources bleibt davon nicht verschont. Die Aktie verlor in der vergangenen Woche 17 Prozent und schloss am Freitag bei 0,3630 Euro. Damit büßt das Papier trotz solider operativer Fortschritte am Bald-Hill-Projekt spürbar an Wert ein.
Konkurrent liefert Warnsignal für die Branche
Auslöser der Talfahrt ist offenbar keine unternehmensspezifische Nachricht, sondern die Entwicklung bei United States Antimony. Der Konkurrent meldete für das zweite Quartal 2026 einen Einbruch der Antimonpreise von 28 auf 13,70 US-Dollar je Pfund – ein Rückgang um mehr als die Hälfte gegenüber dem Vorjahr.
Firmenchef Gary Evans rechnet damit, dass sich die Preise bis Ende 2026 nahe zehn US-Dollar je Pfund einpendeln. United States Antimony senkte daraufhin seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 125 Millionen auf eine Spanne von 60 bis 75 Millionen US-Dollar und begründete dies mit den niedrigeren Preisen sowie verschobenen Lieferterminen an die Defense Logistics Agency.
Die Aktie des Unternehmens gab in der Vorwoche um 22 Prozent nach. Das Analysehaus H.C. Wainwright reagierte am Freitag vergangener Woche mit einer Senkung seines Kursziels für United States Antimony von 11,75 auf 9,25 US-Dollar.
Für Antimony Resources als Explorationsunternehmen im Frühstadium wiegt diese Preisentwicklung schwer, denn sinkende Antimonpreise drücken direkt auf die Wirtschaftlichkeitsrechnung künftiger Projekte.
Der geopolitische Hintergrund bleibt dabei ambivalent: China hatte 2024 Exportkontrollen für Antimon verhängt und Lieferungen in die USA untersagt, während die globale Förderung des Metalls zuletzt auf 110.000 Tonnen gesunken ist – gegenüber 153.000 Tonnen fünf Jahre zuvor. Diese strukturelle Verknappung stützt langfristig die strategische Bedeutung nordamerikanischer Projekte wie Bald Hill, kurzfristig dominiert jedoch die Preisschwäche das Marktgeschehen.
Operatives Geschäft läuft nach Plan
Unabhängig vom Rohstoffpreisdruck bestätigte das Analysehaus GBC AG am Donnerstag vergangener Woche, dass die Neunmonatszahlen von Antimony Resources bis zum 31. August 2026 im Rahmen der Erwartungen liegen und das Bald-Hill-Projekt planmäßig voranschreitet.
Die Analysten bekräftigten ihre Kaufempfehlung, senkten jedoch den fairen Wert je Aktie auf 2,66 kanadische Dollar, nachdem sich die Aktienzahl durch eine Kapitalmaßnahme von 103,32 auf 121,84 Millionen erhöht hatte.
Zusätzlich verstärkte das Unternehmen im Juli sein Beratergremium: John M. Melkon, Dozent an der US-Militärakademie und mit dem Aufbau eines Critical Minerals Consortium betraut, wurde als Berater für den Vorstand gewonnen – ein Schritt, der die strategische Bedeutung kritischer Mineralien für Antimony Resources unterstreicht.
Kursbild spiegelt Unsicherheit
Der jüngste Rücksetzer drückt die Aktie zwar unter ihren 100-Tage-Durchschnitt von 0,4823 Euro und den 200-Tage-Durchschnitt von 0,4721 Euro, gegenüber dem 50-Tage-Durchschnitt von 0,3436 Euro notiert das Papier jedoch weiterhin leicht darüber.
Der Blick auf die vergangenen zwölf Monate relativiert die aktuelle Schwäche: Mit einem Plus von 157 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau bleibt die Aktie deutlich im positiven Terrain, auch wenn sie inzwischen 66 Prozent unter ihrem am 17. März markierten Zwölfmonatshoch von 1,05 Euro liegt.
Anleger dürften die weitere Preisentwicklung bei Antimon in den kommenden Wochen genau verfolgen, da sie über die kurzfristige Kursrichtung entscheiden könnte, während die operative Story am Bald-Hill-Projekt intakt bleibt.
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