Antimony Resources Aktie: 77 Prozent unter März-Hoch
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 19:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Während Konkurrenten Millionen einsammeln und ganze Lieferketten aufkaufen, verliert Antimony Resources an Boden. Die Aktie fällt aktuell um 2,82 Prozent auf 0,2410 Euro. Über die letzten sieben Handelstage summiert sich der Verlust auf 18,86 Prozent.
Der Kurs notiert damit 77,13 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1,05 Euro, das die Aktie im März 2026 erreichte. Der Absturz trifft ausgerechnet in eine Phase, in der Wettbewerber im nordamerikanischen Antimon-Sektor milliardenschwere Deals einfädeln und frisches Kapital einsammeln.
Wettbewerber sichern sich Raffinerie-Kapazitäten
Am Dienstag meldete American Tungsten & Antimony (AT4) den Kauf der Del-Sol-Raffinerie in Nevada und der White-Spar-Antimonmine in Arizona. Der Deal zielt auf eine durchgängige heimische Lieferkette in den USA ab.
Das ist ein Schlüsselmoment für die gesamte Branche. Del Sol zählt zu den wenigen genehmigten Antimon-Raffinerien der Region. Für kleinere Explorer wie Antimony Resources, die noch an der Ressourcendefinition arbeiten, wird der Zugang zu Verarbeitungskapazitäten damit noch enger.
Antimony Resources konzentriert sich derzeit auf das Projekt Bald Hill in New Brunswick. Eine zertifizierte Ressourcenschätzung nach dem Standard NI 43-101 soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorliegen. Der genaue Zeitpunkt hängt von den Laborzeiten für laufende Bohrproben ab.
Kapital fließt an Konkurrenten in Arizona und Nevada
Parallel zur Übernahme meldete G50 Corp. am Mittwoch eine Privatplatzierung über 26,25 Millionen australische Dollar, umgerechnet rund 18,23 Millionen US-Dollar. Das Kapital soll Bohrungen an Projekten in Arizona und Nevada beschleunigen. Hancock Prospecting trat dabei als Ankerinvestor auf — ein Signal für institutionelles Interesse am Sektor, trotz der Kursschwäche einzelner Titel.
Bereits am Montag hatte NSJ Gold Corp. eine Flow-Through-Finanzierung von bis zu 2,1 Millionen US-Dollar für sein Projekt Antimony 2.0 angekündigt. Das Vorhaben liegt in New Brunswick — in derselben Region wie die Hauptprojekte von Antimony Resources. Der Wettbewerb um geologische Ziele und Explorationskapital in der Provinz verschärft sich damit spürbar.
Charttechnik zeigt überverkaufte Zone
Die Aktie notiert derzeit deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 0,3876 Euro und ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 0,4683 Euro. Der 14-Tage-RSI liegt bei 31,9 — ein Wert, der historisch auf eine überverkaufte Marktlage hindeutet.
Der globale Antimon-Markt bleibt von geopolitischen Lieferengpässen geprägt, ausgelöst unter anderem durch frühere Exportbeschränkungen großer Förderländer. Frühere technische Berichte deuteten auf ein beachtliches Ressourcenpotenzial in der Bald Hill Main Zone hin. Ob sich das in der anstehenden Schätzung bestätigt, bleibt offen — die Zahlen sollen im zweiten Halbjahr vorliegen.
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