Anheuser-Busch InBev Aktie: Quartalszahlen am 29. Oktober
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 10:15 Uhr | Redaktion boerse-global.deAnheuser-Busch InBev steht vor einem wichtigen Geschäftstest: Am 29. Oktober veröffentlicht das Unternehmen seine Quartalszahlen. Analysten erwarten ein schwächeres Quartal. Im Mittelpunkt steht damit die Frage, wie sich die Nachfrage entwickelt hat. Die jüngste Debatte über mögliche Folgen von Abnehmmedikamenten für den Bierkonsum verleiht dem Bericht zusätzliche Bedeutung.
Vorherige Ergebnisse setzen die Messlatte
Im zuletzt gemeldeten Quartal übertraf AB InBev die Gewinnerwartungen. Der Gewinn je Aktie erreichte 1,21 US-Dollar gegenüber einem Analystenkonsens von 1,09 US-Dollar. Diese Zahlen sind jedoch kein Ausblick auf den bevorstehenden Bericht.
Für Anleger kommt es deshalb darauf an, ob das Unternehmen erneut besser abschneidet als erwartet. Die Erwartung eines schwächeren Quartals ist zunächst eine Prognose und noch kein gemeldetes Geschäftsergebnis.
Beim Umsatz hatte AB InBev zuletzt ebenfalls positiv überrascht: Die Erlöse lagen bei 16,66 Milliarden US-Dollar gegenüber erwarteten 16,23 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach das einem Wachstum von 11 Prozent.
Umsatzwachstum allein beantwortet allerdings nicht die Frage nach der mengenmäßigen Nachfrage. Für die Einordnung des neuen Berichts verdient die Absatzentwicklung deshalb besondere Aufmerksamkeit.
Biernachfrage rückt in den Fokus
Das Absatzvolumen von AB InBev sank 2025 um 2,3 Prozent. Parallel diskutiert die Branche einen möglichen zusätzlichen Belastungsfaktor: Medikamente wie Ozempic und Wegovy könnten das Verlangen nach Alkohol verringern.
Reuters zufolge warnte Heineken britische Pubs im Oktober vor möglichen Veränderungen des Konsumverhaltens. Das Unternehmen empfahl kleinere Portionen sowie alkoholarme und alkoholfreie Getränke. AB InBev äußerte sich dazu nicht.
Daten von Circana liefern einen Anhaltspunkt für die Debatte. US-Haushalte mit einem Nutzer solcher GLP-1-Medikamente gaben nach zwei Jahren monatlich etwa 7 Prozent weniger für Alkohol aus. Bei Bier betrug der Rückgang 13,5 Prozent.
Daraus lässt sich keine konkrete Belastung für AB InBev ableiten. Auch innerhalb der Branche fällt die Einschätzung unterschiedlich aus: Carlsberg sieht bislang keinen klaren Zusammenhang. Die Absatzdaten im Quartalsbericht bleiben daher aussagekräftiger als pauschale Annahmen über einen möglichen Medikamenteneffekt.
Positive Analystenhaltung trifft auf vorsichtige Erwartungen
Trotz der vorsichtigen Quartalserwartungen bleibt der Analystenkonsens überwiegend positiv. Die zusammengefasste Einstufung lautet moderates Kaufen; das durchschnittliche Zwölfmonatskursziel beträgt 87,83 US-Dollar.
Für Anleger sind damit zwei Ebenen zu unterscheiden: die längerfristige Einschätzung der Aktie und die kurzfristige Geschäftsentwicklung. Der Bericht am Donnerstag wird zeigen, ob AB InBev die gedämpften Erwartungen übertreffen kann und wie sich die Nachfrage tatsächlich entwickelt hat.
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