Andritz, Aktie

Andritz Aktie: Großauftrag für Gab?íkovo gesichert

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 19:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Andritz profitiert von Wasserkraftprojekten in Europa, bestätigt die Ziele für 2026 und stellt beim Kapitalmarkttag die Planung für 2027 vor.

Andritz erreicht 52-Wochen-Hoch dank neuer Wasserkraftaufträge
Moderne Industrieturbine in einem Wasserkraftwerk als Symbol für industrielle Großaufträge. Illustration mit AI erstellt.

Mit einem Kurs von 85,70 Euro markiert der österreichische Anlagenbauer heute ein neues 52-Wochen-Hoch. Rückenwind liefern substanzielle Großaufträge im Bereich der Wasserkraft, die das operative Polster des Konzerns für das laufende Geschäftsjahr weiter ausbauen.

Großprojekte stärken das dritte Quartal

Wesentlicher Treiber der jüngsten Entwicklung sind zwei umfangreiche Modernisierungsvorhaben in Mittel- und Osteuropa. Am 8. September sicherte sich das Unternehmen einen Großauftrag für das slowakische Wasserkraftwerk Gab?íkovo. Das Projektvolumen liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich und fließt in den Auftragseingang des dritten Quartals 2026 ein.

Medienberichten zufolge folgte am Donnerstag ein weiterer Erfolg in Rumänien. Für die Modernisierung des Wasserkraftwerks Râul Mare Retezat verbuchte der Konzern einen Kontrakt im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Beide Vorhaben unterstreichen die hohe Nachfrage nach technischen Überholungen und Effizienzsteigerungen bestehender Kraftwerksanlagen in Europa.

Die kontinuierliche Nachfrage nach nachhaltigen Technologien und Instandhaltungsleistungen zahlt sich für das Unternehmen aus. Für Anleger bedeuten diese Abschlüsse eine verlässliche Auslastung der Produktionskapazitäten über viele Monate hinweg.

Rekordpolster stützt die Jahresziele

Bereits das Zahlenwerk zum zweiten Quartal 2026 zeigte eine deutliche Dynamik. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um acht Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisationen (EBITA) legte um 15 Prozent auf 182 Millionen Euro zu. Damit verbesserte sich die entsprechende Marge von zuvor 8,4 auf 8,9 Prozent.

Als stabiler Anker erwies sich dabei das Servicegeschäft, das im ersten Halbjahr 46 Prozent der gesamten Verkäufe ausmachte.

Auf dieser Basis bestätigte das Management die Jahresprognose für 2026. Erwartet wird ein Umsatz zwischen 8,0 und 8,3 Milliarden Euro bei einer EBITA-Marge von 8,7 bis 9,1 Prozent. Vorstandschef Joachim Schönbeck, dessen Vertrag im Frühjahr vorzeitig bis April 2032 verlängert wurde, steuert den Konzern mit Blick auf langfristige Kontinuität.

Kapitalmarkttag rückt Mittelfristziele in den Fokus

Investoren richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die strategische Weiterentwicklung. Für den 6. Oktober 2026 hat das Unternehmen seinen Capital Markets Day angesetzt. Bei der um 08:30 Uhr beginnenden Veranstaltung dürften die Mittelfristziele für das Jahr 2027 im Mittelpunkt stehen.

Geplant ist für 2027 ein Umsatz von 9 bis 10 Milliarden Euro bei einer Marge von mehr als neun Prozent. Angesichts eines Kursplus von 28 Prozent seit Jahresanfang zeigt sich der Markt zuversichtlich, dass Andritz diesen Wachstums- und Rentabilitätspfad erfolgreich fortsetzen kann.

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