Amprius Aktie: Umsatzprognose auf 130 Millionen erhöht
Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 16:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Batteriespezialist Amprius Technologies sorgt kurz vor der Veröffentlichung seiner nächsten Quartalszahlen für Bewegung am Markt. Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 deutlich angehoben und verweist auf eine starke Nachfrage aus den Kernmärkten Verteidigung und Elektromobilität. Während Anleger gespannt auf die detaillierten Ergebnisse am kommenden Dienstag blicken, signalisiert der Einstieg namhafter institutioneller Investoren wachsendes Vertrauen in die technologische Entwicklung des Konzerns.
Optimistischer Ausblick und institutionelles Interesse
Das Management von Amprius hat das Umsatzziel für das laufende Geschäftsjahr auf mindestens 130 Millionen US-Dollar heraufgesetzt. Diese Prognose stützt sich auf die steigende Akzeptanz der Silizium-Anoden-Technologie, die insbesondere in der Luftfahrt und bei Hochleistungsanwendungen zum Einsatz kommt. Ein zentraler Treiber ist dabei die Produktlinie SiCore, die im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien eine höhere Energiedichte ermöglicht.
Parallel zu den operativen Zielen hat sich die Aktionärsstruktur weiter gefestigt. Der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock hat seinen Anteil an dem Unternehmen auf rund 7,40 Prozent ausgebaut. Auch andere institutionelle Akteure wie Sei Investments und JPMorgan verzeichneten zuletzt deutliche Zukäufe. Demgegenüber stehen jedoch Insiderverkäufe: In den vergangenen 90 Tagen veräußerten Mitglieder der Geschäftsführung und des Board of Directors insgesamt über 310.000 Aktien im Gesamtwert von rund 5,05 Millionen US-Dollar.
Erwartungen an die Quartalszahlen
Am Dienstag, am 4. August, wird Amprius vor Handelsbeginn an der Wall Street den Bericht für das zweite Quartal 2026 vorlegen. Analysten erwarten im Durchschnitt einen Umsatz von 29,3 Millionen US-Dollar. Beim Ergebnis je Aktie (EPS) wird ein Verlust von 0,03 US-Dollar prognostiziert. In der Telefonkonferenz, die für Mittwoch angesetzt ist, dürfte das Management zudem Details zur Skalierung der Fertigung und zum aktuellen Auftragsbestand bekannt geben.
Der Rückblick auf das erste Quartal zeigt ein gemischtes Bild: Damals übertraf das Unternehmen mit einem Umsatz von 28,54 Millionen US-Dollar zwar die Schätzungen, verfehlte jedoch die Erwartungen beim Ergebnis je Aktie. Der Nettoverlust belief sich in diesem Zeitraum auf 5,05 Millionen US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 geht die Guidance bislang von einem EPS in Höhe von minus 0,06 US-Dollar aus.
Gemischtes Analystenecho und Marktlage
In der Analystengemeinschaft herrscht Uneinigkeit über die faire Bewertung des Titels. Die Experten von Clear Street zeigen sich mit einem „Strong Buy“-Rating und einem Kursziel von 33 US-Dollar äußerst optimistisch. Im Gegensatz dazu stuft Zacks die Aktie als „Strong Sell“ ein. Während Befürworter das langfristige Potenzial im Drohnen- und Luftfahrtmarkt betonen, warnen Kritiker vor der hohen Bewertung im Vergleich zum Branchendurchschnitt und der Abhängigkeit von Nischensegmenten.
Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 9,60 USD. Damit weist das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von 12,54 Prozent auf. Trotz dieser Erholung notiert der Wert jedoch weiterhin deutlich unter Druck und liegt etwa 60,37 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 24,23 USD, das Anfang Juni erreicht wurde. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die neuen Geschäftszahlen ausreichen, um den langfristigen Abwärtstrend zu brechen.
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