Amphenol, Aktie

Amphenol Aktie: Wolfe Research startet mit Outperform

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 03:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Wolfe Research sieht weiteres Wachstumspotenzial, während Zacks Research auf die Bewertung und Risiken der Margenentwicklung verweist.

Fotorealistischer Blick auf eine moderne Elektronikfabrik von Amphenol Corp
Amphenol Corp. betreibt hochmoderne Elektronikfabriken und produziert Steckverbinder weltweit unter ISIN US0320951017 Illustration mit AI erstellt.

Mit einer frischen Kaufempfehlung rückt Amphenol an der Wall Street wieder in den Fokus. Das Analysehaus Wolfe Research hat gestern die Beobachtung des US-Konzerns aufgenommen und die Aktie mit „Outperform“ eingestuft. Als Kursziel nannten die Experten 105 US-Dollar je Anteilsschein.

Rückenwind durch anhaltenden Infrastruktur-Bedarf

Die Experten von Wolfe Research begründen ihren optimistischen Einstieg mit der strukturell hohen Nachfrage nach Steckverbindern. Dieser Bedarf erstrecke sich über mehrere Endmärkte und könne das überdurchschnittliche Wachstum des Konzerns über den aktuellen Zyklus hinaus absichern.

Amphenol profitiert in erheblichem Maße vom massiven Ausbau moderner Rechenzentren und der damit verbundenen Hardware-Aufrüstung für Anwendungen der künstlichen Intelligenz.

Das operative Geschäft lieferte dafür zuletzt handfeste Belege. Im Ende Juli gemeldeten Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz um 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 8,76 Milliarden US-Dollar.

Für das dritte Quartal 2026 stellte das Management einen Gewinn je Aktie in der Spanne von 1,400 bis 1,420 US-Dollar in Aussicht.

Uneinigkeit an der Wall Street über Bewertung

Gleichwohl teilen nicht alle Marktbeobachter die uneingeschränkte Zuversicht. Zeitgleich zu der neuen Kaufempfehlung stufte das Analysehaus Zacks Research die Aktie gestern von „Strong Buy“ auf „Hold“ herab. Als Bremsklotz gilt vor allem das gestiegene Bewertungsniveau, da das Papier mittlerweile mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 40 gehandelt wird.

Zudem registrierten Marktbeobachter in den vergangenen drei Monaten deutliche Insiderverkäufe. Führungskräfte veräußerten in diesem Zeitraum rund 2,1 Millionen Aktien im Gesamtwert von etwa 172 Millionen US-Dollar. Parallel dazu birgt auch die operative Integration übernommener Geschäftsbereiche wie CommScope gewisse Risiken für die Margenentwicklung.

Auf europäischer Ebene ging das Papier gestern bei einem Schlusskurs von 74,46 Euro aus dem Handel. Trotz der jüngsten Konsolidierung verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn ein Kursplus von 27 Prozent.

Bis zum 52-Wochen-Hoch von 78,13 Euro verbleibt damit noch ein überschaubarer Abstand von 4,7 Prozent. Während ein Teil der Analysten die hohe Bewertung mahnend hervorhebt, setzt die optimistische Seite weiterhin voll auf den strukturellen Megatrend im Datennetzwerkbau.

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