Amoeba, Aktie

Amoeba Aktie: Kurs bricht nach Privatplatzierung ein

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 11:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Privatplatzierung ist abgeschlossen; eine Bezugsrechtsemission über rund 10 Millionen Euro soll im Oktober folgen.

Amoéba nimmt 7,9 Millionen Euro ein und plant zweite Kapitalrunde
Abstrakte Darstellung eines fallenden Finanzmarktes mit dramatischen roten Schatten und fallenden Linien. Illustration mit AI erstellt.

Das französische Cleantech-Unternehmen Amoéba greift zur Stärkung seiner Liquidität auf eine umfangreiche Kapitalmaßnahme zurück. Wie die Gesellschaft am heutigen Freitag mitteilte, wurde der erste Schritt einer zweistufigen Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen.

Über eine Privatplatzierung sammelte das Unternehmen rund 7,9 Millionen Euro brutto ein. Am Markt geriet das Papier unter Druck: Der Aktienkurs fiel heute um 20 Prozent auf 0,3845 Euro.

Im Rahmen der Platzierung wurden 19.067.115 neue Aktien zu einem Ausgabepreis von 0,416 Euro je Anteilsschein ausgegeben, was einem Bruttoerlös von exakt 7.931.919,84 Euro entspricht. Der Investor Nice & Green zeichnete dabei Anteile im Gegenwert von 3,0 Millionen Euro über eine teilweise Verrechnung von Forderungen.

Für bisherige Anteilseigner geht der Schritt mit einer spürbaren Verwässerung einher: Ein Aktionär, der vor der Kapitalerhöhung 1,0 Prozent der Anteile hielt, kommt nach der Durchführung auf einen Anteil von 0,803 Prozent.

Bezugsrechtskapitalerhöhung im Oktober geplant

Die abgeschlossene Platzierung markiert lediglich den Auftakt einer größeren Refinanzierung. Direkt im Anschluss plant Amoéba eine Bezugsrechtskapitalerhöhung für die bestehenden Aktionäre, die nun auf ein Zielvolumen von rund 10,0 Millionen Euro ausgerichtet ist. Ursprünglich hatte das Unternehmen für diese zweite Tranche etwa 9,6 Millionen Euro anvisiert, passte die Zielgröße nach dem Abschluss der Privatplatzierung jedoch an.

Der Bezugspreis soll ebenfalls bei 0,416 Euro je Aktie liegen. Als Zeichnungsfrist für die Bezugsrechte ist der Zeitraum vom 8. bis zum 23. Oktober 2026 vorgesehen. Nach Unternehmensangaben sollen die kombinierten Mittel beider Schritte den operativen Finanzierungsbedarf für die kommenden zwölf Monate sichern.

Halbjahreszahlen und Ausblick bis 2030

Parallel zu den Kapitalmaßnahmen legte das Management gestern vorläufige Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vor. Erstmals verbuchte das Unternehmen dabei Umsatzerlöse im Bereich der Biokontrolle in Höhe von 63.000 Euro. Gleichzeitig vergrößerte sich der laufende operative Verlust deutlich: Nach einem Fehlbetrag von 3,083 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum belief sich das operative Minus im ersten Halbjahr 2026 auf 6,364 Millionen Euro.

Für die weitere Entwicklung hat die Unternehmensführung konkrete finanzielle Wegmarken formuliert. Für 2027 strebt Amoéba einen Umsatz zwischen 1 und 2 Millionen Euro an. Bis 2030 soll der Erlös auf etwa 40 Millionen Euro steigen, verbunden mit einem wiederkehrenden Betriebsergebnis von mehr als 10 Prozent des Umsatzes.

Zusätzliche liquide Mittel verspricht sich das Unternehmen zudem aus dem Bereich Kosmetik: Um das Asset Willa im Jahr 2027 über einen Verkauf oder eine Exklusivlizenz zu monetarisieren, wurden bereits Gespräche mit größeren Branchenakteuren aufgenommen.

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