<
Amgen, Aktie

Amgen Aktie: FTC greift Patentdeal an

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 09:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Amgen verliert 7,3 Prozent, während die FTC im Enbrel-Patentstreit interveniert und ein Manager zu Vertex Pharmaceuticals wechselt.

Fotorealistische moderne Biotech-Produktionsanlage mit Glasfassade, Bioreaktoren und Palmen unter blauem Himmel
Amgen Inc. (ISIN US0311621009) zeigt fotorealistisch eine moderne Biotech-Anlage mit Bioreaktoren in Kalifornien Illustration mit AI erstellt.

Amgen verzeichnet am heutigen Montag einen deutlichen Kursrückgang, während das Unternehmen an mehreren Fronten mit regulatorischen und personellen Herausforderungen konfrontiert ist. Im Mittelpunkt stehen eine Intervention der US-Wettbewerbsbehörde FTC in einem laufenden Patentstreit sowie der Abgang einer Führungskraft zur Konkurrenz. Der Kurs fiel im Tagesverlauf um 7,3 Prozent auf 349,20 Euro.

FTC interveniert in Patentstreit um Enbrel

Die Federal Trade Commission (FTC) hat sich in den Rechtsstreit zwischen CareFirst und Amgen vor dem Berufungsgericht des vierten Bezirks eingeschaltet. Die Behörde reichte einen sogenannten Amicus Brief ein, um ihre Position zur Verlängerung von Patentlaufzeiten zu verdeutlichen. Hintergrund ist die Übernahme von Patenten durch Amgen im Jahr 2004, die die Exklusivität für das umsatzstarke Medikament Enbrel bis zum Jahr 2029 ausgedehnt hat.

Die FTC argumentiert in ihrer Stellungnahme, dass der Erwerb von Patenten nicht automatisch durch die Noerr-Pennington-Doktrin vor wettbewerbsrechtlichen Prüfungen geschützt ist, wenn dadurch eine Marktexklusivität künstlich verlängert wird.

Ein untergeordnetes Bezirksgericht hatte zuvor bereits einen Antrag von Amgen auf Abweisung der Klage abgelehnt. Damit bleibt die juristische Unsicherheit über eines der wichtigsten Produkte des Konzerns bestehen.

Führungswechsel und verschärfter Wettbewerb

Parallel zur juristischen Auseinandersetzung verliert Amgen personelle Kompetenz an einen Wettbewerber. Jasper van Grunsven, der bisher als Executive Vice President bei Amgen tätig war, wechselt zum Biotech-Unternehmen Vertex Pharmaceuticals.

Bei Vertex wird er das Führungsteam verstärken, das derzeit durch die abgeschlossene Milliarden-Übernahme von Crinetics und eine organisatorische Neuausrichtung im Bereich endokriner Erkrankungen im Umbruch ist.

Das Marktumfeld für US-Biopharma-Konzerne verschärft sich zudem durch gesundheitspolitische Maßnahmen der Trump-Administration. Medienberichten zufolge haben inzwischen 35 Pharmahersteller zugestimmt, Medikamente in den USA zu den niedrigsten Preisen anzubieten, die sie in anderen wohlhabenden Ländern verlangen. Dieses Abkommen über die sogenannten Most-Favored-Nation-Preise deckt mittlerweile rund 89 Prozent des Marktes für Markenmedikamente ab.

Einordnung für Anleger

Während Amgen in anderen Forschungsfeldern wie der Behandlung von ANCA-Vaskulitis aktiv nach neuem Fachpersonal sucht, wächst der Druck in den künftigen Wachstumsmärkten. Im Bereich der Adipositas-Therapien konkurriert das Unternehmen verstärkt mit Anbietern wie Viking Therapeutics, deren klinische Ergebnisse für das Präparat VK2735 derzeit genau beobachtet werden.

Trotz des aktuellen Rücksetzers weist die Aktie von Amgen seit Jahresbeginn weiterhin eine positive Entwicklung auf. Mit dem heutigen Kursniveau hat sich das Papier jedoch um rund 9,1 Prozent von seinem erst am Donnerstag erreichten 52-Wochen-Hoch bei 383,95 Euro entfernt. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich umgerechnet auf 203,43 Milliarden Euro.

Anzeige

Amgen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amgen-Analyse vom 7. September liefert die Antwort:

Die neusten Amgen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amgen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Amgen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | US0311621009 | AMGEN | boerse | 70062284 |