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AMG Aktie: Zinnwald-Übernahme finalisiert, Entwicklung startet

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 03:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AMG steigert das bereinigte EBITDA im zweiten Quartal um 30 Prozent und erhöht die Gesamtjahresprognose auf 230 bis 250 Millionen US-Dollar.

AMG Critical Materials stärkt Finanzierung und Lithium-Strategie
Moderne Industrieanlage zur Mineralienverarbeitung in einer weitläufigen Landschaft bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

AMG Critical Materials N.V. hat sich in einem dynamischen Marktumfeld als einer der aktivsten Akteure bei der Kapitalbeschaffung im Bergbausektor positioniert. Branchenberichten von gestern zufolge führte das Unternehmen zwischen Mitte Juli und Mitte August die Rangliste der Finanzierungsaktivitäten im Sektor an.

Ausschlaggebend hierfür war eine umfassende Refinanzierung von Verbindlichkeiten in Höhe von 700 Millionen US-Dollar. Die neu geschaffene Kreditfazilität sichert dem Konzern die notwendige Liquidität für strategische Expansionsvorhaben und die Ablösung bestehender Schulden.

Strategische Neuausrichtung und Fokus auf Lithium

Ein zentraler Pfeiler der Wachstumsstrategie ist das Zinnwald-Lithium-Projekt in Deutschland. Nachdem AMG Ende Juli die Übernahme der verbleibenden Anteile von rund 71 Prozent für etwa 56 Millionen US-Dollar in bar und Aktien abgeschlossen hat, steht nun die Umsetzungsphase im Fokus.

Das Unternehmen bestätigte am Freitag, dass es in den kommenden 18 bis 24 Monaten einen gestuften Entwicklungsansatz für das Vorkommen evaluieren wird. Parallel dazu schärft der Konzern sein Portfolio und schloss im Juli den Verkauf der Tochtergesellschaft Graphit Kropfmühl an Asbury Advanced Materials ab.

Seit Jahresbeginn konnte die Aktie um 13 Prozent an Wert gewinnen. Trotz dieser positiven Entwicklung notierte das Papier mit einem Schlusskurs von 32,50 Euro am gestrigen Montag noch rund 25 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 43,52 Euro. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich aktuell auf 1,15 Milliarden Euro.

Höhere Prognose und verbesserte Liquidität

Operativ profitiert das Unternehmen von einer starken Dynamik in seinen Kernsegmenten. Im zweiten Quartal 2026 steigerte AMG das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 92 Millionen US-Dollar.

Aufgrund der außergewöhnlichen Performance in den Bereichen Lithium und Vanadium hob das Management die Prognose für das Gesamtjahr an. Erwartet wird nun ein bereinigtes EBITDA in einer Spanne von 230 Millionen bis 250 Millionen US-Dollar.

Um die europäische Investorenbasis zu verbreitern und die Handelsliquidität zu erhöhen, plant AMG eine Zweitnotierung an der Frankfurter Wertpapierbörse. Dieser Schritt soll noch im Laufe des Jahres 2026 wirksam werden. Flankiert wird das Vertrauen in den Wert durch Meldungen der niederländischen Finanzmarktaufsicht AFM, wonach Barclays Plc eine bedeutende Beteiligungsschwelle bei den Stimmrechten überschritten hat.

Für den weiteren Jahresverlauf richten sich die Blicke der Anleger auf den 4. November, wenn AMG die Finanzergebnisse für das dritte Quartal vorlegen wird. Zudem signalisiert die Bestätigung einer Zwischendividende von 0,20 Euro pro Aktie, die auf dem Niveau des Vorjahres bleibt, Kontinuität in der Ausschüttungspolitik.

Marktbeobachter gehen zudem davon aus, dass ein prognostiziertes moderates Defizit am globalen Vanadiummarkt gegen Ende des Jahres die Preisgestaltung für Produzenten wie AMG zusätzlich stützen könnte.

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