American Rare Earths Aktie: Cowboy State plant mehr Durchsatz
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 06:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Produktionsziele und Minenplanung bei Halleck Creek
Die Bewertung von Bergbauprojekten in der Frühphase hängt maßgeblich von belastbaren Kennzahlen und dem Fortschritt der technischen Studien ab. Bei American Rare Earths richtet sich der Blick auf das Projekt Halleck Creek und die geplante Cowboy State Mine. Nach umfangreichen Modellrechnungen steht für Anleger die Frage im Raum, wie belastbar die bisherigen Annahmen zur Wirtschaftlichkeit und zum weiteren Entwicklungszeitplan sind.
Vor über einem Monat stellte das Unternehmen eine überarbeitete Scoping-Studie für die Cowboy State Mine vor. Das überarbeitete Konzept sieht eine jährliche Verarbeitungskapazität von 4,5 Millionen Tonnen vor.
Gegenüber den vorherigen Annahmen entspricht dies einer deutlichen Ausweitung des Durchsatzes um die Hälfte. Der Minenplan ist auf eine Dauer von 26 Jahren ausgelegt, wobei eine jährliche Produktion von rund 2.500 Tonnen NdPr-Oxid angestrebt wird.
Vorläufiger Charakter und Investitionsbedarf
American Rare Earths betonte ausdrücklich die Grenzen dieser vorläufigen Berechnungen. Die Untersuchung stellt keine vollwertige Machbarkeitsstudie dar. Weder lassen sich daraus gesicherte Erzreserven ableiten, noch garantiert das Modell eine wirtschaftliche Tragfähigkeit des Vorhabens.
Für eine verlässliche Bestimmung der Lagerstätte führt das Unternehmen Bohrungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie durch. Erste Analyseergebnisse aus diesen Arbeiten bezeichnete American Rare Earths als stark.
Die finanziellen Schätzungen der Studie spiegeln den erheblichen Kapitalaufwand für den Aufbau der Förderinfrastruktur wider. Den anfänglichen Investitionsbedarf beziffert das Modell auf rund 900 Millionen US-Dollar, einschließlich eines Puffers für unvorhergesehene Ausgaben. Als Barwert nach Steuern stellt die Untersuchung bei einem realen Diskontsatz von 8 Prozent einen Betrag von rund 1,07 Milliarden US-Dollar in Aussicht.
Börsenbewertung und Ausblick
Ergänzend zu den vorläufigen Daten reichte das Unternehmen formelle Unterlagen bei den Aufsichtsbehörden ein. Dazu zählen der jährliche Finanzbericht sowie der Appendix 4G und eine Erklärung zur Unternehmensführung. Am Markt stießen die technischen Details und die gemeldeten Bohrbefunde auf Beachtung. Eine klare Richtungsentscheidung für die Notierung folgte daraus jedoch nicht.
An der Börse zeigt sich das Papier nach den Projektupdates zurückhaltend bewertet. Am gestrigen Dienstag ging die Aktie bei 0,2100 Euro aus dem Handel. Mit diesem Niveau liegt die Notierung 57 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Basis des gestrigen Schlusskurses beläuft sich der Börsenwert des Unternehmens auf umgerechnet 121,27 Millionen Euro.
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