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American Express Aktie: Amex Corporate bündelt Karten und Ausgabenmanagement

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 21:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Amex Corporate verbindet Firmenkarten mit digitaler Spesenverwaltung; KI-Assistenten sind für den Herbst geplant, Aufseher verlangen eine Überarbeitung des Notfallplans.

Reisender bezahlt mit neutraler grauer Kreditkarte an Terminal in einer Flughafen-Lounge
Reisender zahlt mit grauer Kreditkarte am Terminal, American Express Co. (US0258161092), Kreditkartenwesen-Symbolbild Illustration mit AI erstellt.

American Express hat heute die nächste Generation seiner Geschäftskunden-Plattform Amex Corporate vorgestellt. Das Finanzunternehmen bündelt darin Firmenkreditkarten mit digitalem Ausgabenmanagement und mobilen Anwendungen, um Unternehmen eine engere Kontrolle über betriebliche Spesen zu ermöglichen.

Das Kartenprogramm setzt auf direkte finanzielle Anreize für gewerbliche Kunden. Bei berechtigten Ausgaben gewährt das Institut eine Rückvergütung von 1,5 Prozent bis zu einer Summe von 10 Millionen US-Dollar je Kalenderjahr, bevor die Quote sinkt. Die reguläre Jahresgebühr beträgt 2.950 US-Dollar, wird für Neukunden im ersten Jahr jedoch erlassen.

Software und künstliche Intelligenz im Fokus

Neben der Zahlungsfunktion rückt die Automatisierung von Verwaltungsabläufen in den Mittelpunkt. Noch im laufenden Herbst plant das Unternehmen den Start digitaler Assistenten auf Basis künstlicher Intelligenz. Diese Werkzeuge sollen künftig Abrechnungsbelege selbstständig auswerten und Prozesse in der Kreditorenbuchhaltung beschleunigen.

Die zunehmende Digitalisierung im Zahlungsverkehr ruft auch die Geldpolitik auf den Plan. Bei einer Branchenkonferenz verwies Christopher Waller vom Gouverneursrat der US-Notenbank Federal Reserve auf das Potenzial intelligenter Agenten bei der Optimierung des Betriebskapitals, mahnte angesichts hoher Transaktionsvolumina im Geschäftskundenbereich jedoch zugleich zur Vorsicht vor operationellen Fehlern.

Analysten und Behörden blicken auf den Konzern

Im heutigen Handel notiert der Titel bei 269,10 Euro, was einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent entspricht.

Gedämpfte Töne kamen gestern zudem von den US-Aufsichtsbehörden. Sowohl die Federal Reserve als auch die Einlagensicherung FDIC äußerten Vorbehalte bezüglich des Notfallplans des Kreditkartenanbieters.

Die Regulierer sehen erhebliche Unsicherheiten in der Annahme, das Institut könne im Krisenfall an einen einzelnen Erwerber veräußert werden. Zwar verzichteten die Aufseher auf formelle Einwände, forderten die Verantwortlichen jedoch auf, die Strategie bis zur nächsten Einreichung im Juli 2028 zu überarbeiten.

Aktionäre erhalten die Ausschüttung am 10. November. Berechtigt sind alle Anleger, die die Aktie zum Stichtag am 9. Oktober in ihren Depots halten.

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